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Newsletter Ausgabe 61 Sachstandsbericht zum Schadensgebiet Süd wird vorgestellt


Liebe Leserinnen und Leser,
 
im Zusammenhang mit der Schadensregulierung infolge der schadhaften Erdwärmesondenbohrungen in Böblingen wurde seitens der Allianz AG für das Schadensgebiet Böblingen Nord anerkannt, dass diese für die Erdhebungen ursächlich waren. Diese Anerkennung steht für das Schadensgebiet Süd noch aus.
 
Ein wesentlicher Beitrag zur Klärung der Ursächlichkeit und Anzahl der Hebungen liefert der Sachstandsbericht des Landesamts für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB).
 
Am Dienstag, 26. Februar 2019, um 18.30 Uhr wird er im Rahmen einer Informationsveranstaltung in der Mensa des Kaufmännischen Schulzentrums Böblingen (Steinbeisstr. 2, 71034 Böblingen) vorgestellt. Neben Vertretern des LGRB werden auch Landrat Roland Bernhard sowie Vertreter des Böblinger Wasserwirtschaftsamts vor Ort sein. Alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Amt für Wasserwirtschaft

Newsletter Ausgabe 60 Entwicklung der Hebungsgeschwindigkeiten bis August 2018


Liebe Leserinnen und Leser,
 
im Oktober sind unserem Haus die jüngsten Auswertungen von Satellitendaten seitens Airbus zugestellt worden, die sich in der Abbildungsqualität etwas verändert haben.
 
Eine Zusammenstellung befindet sich in der Anlage. Abgebildet sind – aufgeteilt nach den Schadensquartieren Nord und Süd – die flächenhaften Entwicklungen der Hebungsgeschwindigkeiten im Zeitraum zwischen März 2014 und August 2018.
 
Sehr gut erkennbar ist die kontinuierliche Abnahme der Hebungsdynamik im Gebiet Nord nach Beendigung der Sanierungsarbeiten im Februar 2015.
 
Auch für das Gebiet Süd sind vergleichbare Entwicklungen nach Beendigung der Sanierungsarbeiten im Heinrich-Heine-Weg im Sommer 2015 sehr gut erkennbar.
 
Die Entwicklungen stabilisieren sich. Insgesamt ist ein deutlicher Rückgang der Hebungsdynamik, in weiten Bereichen praktisch bis in den Bereich der natürlichen Bodenbewegungen zu verzeichnen.
 
Im Schliffkopfweg konnten die Sanierungsarbeiten erst im August dieses Jahres abgeschlossen werden. Die bisher vorliegenden Ergebnisse geben hier zur begründeten Zuversicht Anlass, dass sich die Hebungsdynamik auch in diesem Bereich weiter reduzieren wird.
 
Die Messungen werden fortgesetzt. Die nächsten Auswertungen werden im März 2019 erwartet und dann auch in einem Newsletter vorgestellt.
 
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Amt für Wasserwirtschaft

Newsletter Nr. 59-1 bis 3 Präsentation zur Abschluss-Veranstaltung

Guten Tag,

Ende Juli 2018 konnten die Sanierungsarbeiten an den letzten vier schadhaften Erdwärmesonden-Bohrungen im Schliffkopfweg abgeschlossen  werden. In einer Infoveranstaltung am 21. August 2018 haben wir Sie darüber informiert.

Wie angekündigt, finden Sie nun anbei die dort gezeigte Präsentation.

Bei Fragen stehen wir wie immer gerne zur Verfügung.

Ihr Amt für Wasserwirtschaft

Newsletter Ausgabe 58: Einladung zur Abschlussveranstaltung (21.08.2018)

Newsletter Ausgabe 58: Einladung zur Abschlussveranstaltung (21.08.2018)

Liebe Leserinnen und Leser,

die Arbeiten zur Sanierung der Erdwärmesonden konnten zwischenzeitlich erfolgreich abgeschlossen werden.

Diesen erfreulichen Moment möchte Landrat Bernhard zusammen mit Oberbürgermeister Dr. Belz zum Anlass nehmen, um gemeinsam mit Ihnen Bilanz zu ziehen und Sie zu einer kleinen Zusammenkunft einzuladen. Dabei würden wir gerne mit Ihnen bei einem Imbiss ins Gespräch kommen. Hierzu laden wir Sie herzlich ein am

Dienstag, den 21. August 2018, ab 17:00 Uhr in das Gemeindehaus der Martin-Luther Gemeinde in der Schwabstraße 48 in Böblingen.

Wir freuen uns, wenn Sie dabei sein können.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Amt für Wasserwirtschaft

Newsletter Ausgabe 57: Präsentationen zur Infoveranstaltung (08.11.2017)

Liebe Leserinnen und Leser,

Anfang August konnten die auf Grund technischer Schwierigkeiten seit April 2016 unterbrochenen Sanierungsarbeiten an den schadhaften Erdwärmesondenbohrungen im Schliffkopfweg wieder aufgenommen werden. In einer Infoveranstaltung haben wir Sie am 13. Oktober darüber informiert.

Wie versprochen finden Sie nun anbei die beiden dort gezeigten Präsentationen.

Bei Fragen stehen wir wie immer gerne zur Verfügung.

Ihr Amt für Wasserwirtschaft

Newsletter Ausgabe 56: Einladung zur Sanierungsbaustelle (06.10.2017)

Liebe Leserinnen und Leser,

Anfang August konnten die auf Grund technischer Schwierigkeiten seit April 2016 unterbrochenen Sanierungsarbeiten an den schadhaften Erdwärmesondenbohrungen im Schliffkopfweg wieder aufgenommen werden. Vorausgegangen waren umfangreiche und aufwändige Tests in der Grube Clara im Schwarzwald zur Anpassung der Sanierungstechnik an die besonderen Herausforderungen am dortigen Standort. Inzwischen ist es gelungen, weitere schadhafte Bohrungen nachträglich abzudichten. Die Arbeiten schreiten kontinuierlich voran.

Ich möchte mir nun vor Ort gemeinsam mit Oberbürgermeister Lützner ein Bild der aktuellen Lage machen. Sie haben ebenfalls die Möglichkeit in kleinen Gruppen die Sanierungsbaustelle zu besichtigen. Gleichzeitig ist es mir ein Anliegen, Sie inmitten des Sanierungsprozesses zu einer kleinen Zusammenkunft einzuladen. Dabei würde ich gerne mit Ihnen bei einem Imbiss ins Gespräch kommen. Zu beidem lade ich Sie herzlich ein am

Freitag, den 13. Oktober 2017, ab 15:00 bis ca. 17:00 Uhr in das Gemeindehaus der Martin-Luther Gemeinde in der Schwabstraße 48 in Böblingen.

Ich freue mich, wenn Sie dabei sein können.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr

Landrat Roland Bernhard

Newsletter Ausgabe 55: Arbeiten am Schliffkopfweg wieder begonnen (16.08.2017)

Liebe Leserinnen und Leser,

in der letzten Ausgabe dieses Newsletters haben wir Sie über das neue Verfahren informiert mit dem wir die Sanierung der vier Erdwärmebohrungen im Schliffkopfweg fortsetzen wollen.

Vergangene Woche hat die Firma Keller aus Renchen die Baustelle eingerichtet. Diese Woche haben die eigentlichen Sanierungsarbeiten begonnen. Die Sanierung der Erdwärmebohrungen war im Februar 2016 zum Stillstand gekommen nachdem beim Versuch Hohlräume in der Ringraumverfüllung der Bohrung zu verfüllen, das Mineral Thaumasit angetroffen wurde. Die pastöse Masse verhinderte, dass Zement in die Hohlräume der Bohrungen gepresst werden konnte.

Mit dem neu entwickelten Verfahren sind wir zuversichtlich, dass uns an den verbleibenden vier Bohrungen im Schliffkopfweg die Sanierung gelingt und wir die Hebungsgeschwindigkeiten östlich vom Friedhof einbremsen können.

Bei dem neuen Verfahren werden die Sondenschläuche in den Bohrungen mit einem Messer aufgeschnitten und dann mit einem Spreizer auseinander gedrückt. Durch die anstehenden Druckunterschiede wird sich in den Schläuchen dann ein Unterdruck einstellen. Dieser führt dazu, dass das Thaumasit in die Schläuche abfließen und anschließend Zement in die Hohlräume um die Schläuche gepresst werden kann.

Das Verfahren ist neu entwickelt worden und birgt deshalb auch Risiken. Vor allem der Druckunterschied zwischen dem Inneren und dem Äußeren des Schlauches kann dazu führen, dass der Schlauch eingedrückt wird. Um dieses Risiko zu minimieren, können wir nicht die komplette Länge des Schlauches sanieren. Deshalb hat die Expertenrunde im Landratsamt mit Landesamt für Geologie und Bergbau (LGRB), Umweltministerium, Regierungspräsidium, Landratsamt und weiteren Fachleuten entschieden, auf einem Drittel der Schlauchlänge in der relevanten Tiefe von 65 bis 35 Meter unter Gelände Zement zu verpressen, der verhindern soll, dass Wasser nach unten laufen kann. Wir sind optimistisch, dass wir damit die Wasserzufuhr zum quellfähigen Gebirge unterbinden können und die Hebungen verlangsamen.

Bei Rückfragen stehen wir Ihnen wie immer gerne zur Verfügung.

Ihr Amt für Wasserwirtschaft

Newsletter Ausgabe 54: Wiederaufnahme Sanierung (29.05.2017)

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie Sie wissen, war die Sanierung der Erdwärmebohrungen im Februar 2016 zum Stillstand gekommen nachdem beim Versuch Hohlräume zu verfüllen, das Mineral Thaumasit gefunden wurde. Die pastöse Masse verhinderte, dass Zement in die Hohlräume der Bohrung gepresst werden konnte. Die Arbeiten an den schadhaften Erdwärmesonden im südlichen Hebungsgebiet von Böblingen sollen nun nach mehr als einem Jahr Unterbrechung fortgeführt werden.

Wiederaufnahme der Sanierungsmaßnahmen

Wir gehen nun mit einem neuen Verfahren an den Start und wollen damit auch die Hebungen im südlichen Gebiet östlich vom Friedhof einbremsen. Denn ein Abklingen der Hebungen in allen Hebungsgebieten ist Voraussetzung für die Sanierung der beschädigten Häuser.
Das bisherige Verfahren, bei dem mit Wasserdruck die Erdwärmeschläuche geschlitzt und Zement durch die Schlitze gedrückt wurde, konnte wegen des Thaumasit an den noch nicht sanierten Bohrungen im Schliffkopfweg nicht mehr eingesetzt werden.

Mit dem Schneidwerkzeug (oben) werden die Sondenschläuche geschnitten, mit dem Spreizwerkzeug (unten) auseinander gedrückt.

Das nun neu entwickelte Verfahren sieht vor, dass wir die Sondenschläuche in den Bohrungen mit einem Messer aufschneiden und dann mit einem Spreizer auseinander drücken. Durch die vorhandenen Druckunterschiede stellt sich in den Schläuchen ein Unterdruck ein. Dieser führt dazu, dass das Thaumasit abfließen und anschließend Zement in den Ringraum um die Schläuche gepresst werden kann.

Das Verfahren ist neu entwickelt worden und birgt deshalb auch Risiken. Vor allem der Druckunterschied zwischen dem Inneren und dem Äußeren des Schlauches kann dazu führen, dass der Schlauch eingedrückt wird. Um dieses Risiko zu minimieren, können wir nicht die komplette Länge des Schlauches sanieren. Deshalb hat die Expertenrunde im Landratsamt mit Landesamt für Geologie und Bergbau (LGRB), Umweltministerium, Regierungspräsidium, Landratsamt und weiteren Fachleuten entschieden, auf einem Drittel der Schlauchlänge in der relevanten Tiefe von 65 bis 35 Meter unter Gelände Zement zu verpressen, der verhindern soll, dass Wasser nach unten laufen kann. Wir sind optimistisch, dass wir damit die Wasserzufuhr zum quellfähigen Gebirge unterbinden können und die Hebungen verlangsamen.

Neueste Ergebnisse der Satellitenmessungen

Klar ist, dass die vier verbleibenden Bohrungen östlich des alten Friedhofes nicht im jetzigen Zustand belassen werden können. Das ergeben auch die neuesten Auswertungen der Satelliten-Daten. Die Hebungen im nördlichen Hebungsgebiet haben sich deutlich verlangsamt. Vor der Sanierung der Bohrungen bis Februar 2015 hatten wir hier noch Hebungsraten von mehr als 50 Millimeter pro Jahr, heute sind wir bei noch rund sieben Millimeter pro Jahr.
 

Satellitenaufnahmen: Je röter die Bereiche, desto stärker die Verlangsamung der Hebungsgeschwindigkeit.

Anders ist die Lage im südlichen Hebungsgebiet zu beurteilen: Im östlichen Teil davon – dort wo die Sanierung von acht Bohrungen bereits abgeschlossen ist – gibt es ebenfalls eine Verlangsamung der Hebungsgeschwindigkeit. Hier ging die Rate von 35 Millimeter auf vier Millimeter pro Jahr zurück. Im östlichen Bereich des Gebietes mit den bisher nicht sanierten Bohrungen ist dieser Effekt nicht festzustellen.

Bei Rückfragen stehen wir Ihnen wie immer gerne zur Verfügung.

Ihr Amt für Wasserwirtschaft

Newsletter Ausgabe 53: Bilanz 2016 und Ausblick 2017 (06.02.2017)

Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger,

im vergangenen Jahr konnten wir bei der Sanierung der Erdwärmesonden in Böblingen einige Erfolge erzielen. Leider liegt es in der Natur der Erdhebungen, dass die Erfolge nur langsam sichtbar werden und die Geduld der Betroffenen stark in Anspruch genommen wird.

Bei der Sanierung der schadhaften Erdwärmesonden sah es zunächst so aus, als würde es uns gelingen rasch alle 17 Bohrungen nachverpressen zu können. Dies gelang gut bei den beiden Bohrungen im Norden und den meisten Bohrungen im südlichen Hebungsgebiet. Beides hat dazu geführt, dass die Hebungsgeschwindigkeiten in den beiden Gebieten deutlich zurückgegangen sind. Ein wichtiger Erfolg und Zeichen dafür, dass wir hier auf dem richtigen Weg sind.

Bei vier Bohrungen im Bereich des Schliffkopfweges sind unvorhersehbare Probleme aufgetreten, die nicht einfach zu lösen sind. Uns macht dort der sogenannte Taumasit zu schaffen. Seit Sommer vergangenen Jahres entwickelt die Firma Keller neue angepasste Sanierungswerkzeuge für die schwierige Situation dort (wie bereits berichtet). Bei dem stufenweise sorgfältigen Vorgehen, das sich bei solchen Entwicklungen bewährt hat, sind wir bei den realitätsnahen Versuchen in der Grube Clara in Oberwolfach angekommen. Sobald wir Ihnen hier neues vermelden können, erfahren Sie dies über diesen Newsletter.

Beim Thema Schadenersatz ist inzwischen klar, welche Versicherung Ansprechpartner ist. Ein wichtiger Schritt. Meine Mitarbeiter und ich stehen in engem Kontakt mit der IGE und deren Anwalt und unterstützen diese mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln bei den Verhandlungen mit der Allianz.

Das Amt für Wasserwirtschaft mit der neuen Leiterin Frau de Haas steht Ihnen wie immer für Rückfragen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr

Landrat Roland Bernhard

Newsletter Ausgabe 52: Sanierungsversuche und Messergebnisse (15.11.2016)

Liebe Leserinnen und Leser,

noch immer sind die Arbeiten an den noch nicht vollständig sanierten Erdwärmebohrungen im Schliffkopfweg unterbrochen. Wie bereits zuvor geschildert konnten die Versuche auf dem Betriebsgelände der Firma Keller in Renchen an kürzeren Probekörpern erfolgreich abgeschlossen werden. Demnach lässt sich mit einer weiterentwickelten Schneid- und Spreizmethode ein langer Schnitt zuverlässig herstellen und zu einer größeren Öffnung aufspreizen. Mit Hilfe einer Saugspülung kann eine pastöse Hinterfüllung über den gespreizten Schnitt aus dem Ringraum dieser kürzeren Probekörper ausgespült werden.

Um das modifizierte Sanierungskonzept mit realitätsnahen Druckverhältnissen testen zu können, wird derzeit untertage in einem Blindschacht der Grube Clara in Oberwolfach eine Versuchsanordnung aufgebaut. Die Tests sind mit einigen Herausforderungen verbunden. So liegt der Zugang zum Schacht rund zwei Kilometer im Berg und muss ausreichend beleuchtet werden. Die Versuche finden unter laufendem Betrieb statt und müssen diesem angepasst werden.

Um die Verhätnisse in Böblingen zu simulieren wird mit einem Thaumasit-Ersatz gearbeitet. Mit dem Einsatz unterschiedlicher Gemische aus Steinmehl, Bentonit und Wasser sollen unterschiedliche Szenarien simuliert werden. Die Versuchsaufbauten sollen bis Ende November installiert sein, der Beginn der Tests ist für Anfang Dezember geplant.

Ergebnisse Satelliten-Messungen im Oktober

Für beide Gebiete - das nördliche und südliche Hebungsgebiet in Böblingen - sind Verlangsamungen der Hebungsgeschwindigkeiten zu erkennen. Im nördlichen Gebiet ist die Verlangsamung stärker als im südlichen Gebiet. Für beide Gebiete ist eine hohe zeitliche und räumliche Korrelation zwischen dem Ende der Sanierungsmaßnahmen und dem Eintreten der Verlangsamung (fortschreitend) zu erkennen. Im Bereich Herdweg und Schliffkopfweg ist die Verlangsamung geringer als im restlichen südlichen Gebiet. Das unterstreicht aus unserer Sicht die Notwendigkeit hier weiter die Sanierung der Sonden voranzutreiben.

Folgende Tabelle veranschaulicht den Rückgang der Hebungsgeschwindigkeit im Norden und Süden:

Die Tabelle zeigt die gemittelten Hebungsgeschwindigeiten in den verschiedenen Zeitabschnitten der Messung. Die Messungen zeigen weiterhin, dass die Hebungen dort, wo saniert wurde, zurück gehen. In den folgenden beiden Schaubildern ist zu erkennen, wie sich die Hebungen in den beiden Gebieten in den vergangenen Monaten entwickelt haben.

Im nördlichen Gebiet:

Im südlichen Gebiet:

Weitere Informationen zu den Hebungsmessungen und zu den Versuchen in der Grube Clara erhalten Sie sobald verfügbar.

Bei Fragen, zögern Sie bitte nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen.

Ihr Amt für Wasserwirtschaft

Newsletter Ausgabe 51: Neue Leiterin des Amtes für Wasserwirtschaft (19.10.2016)

Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger,

das Wasserwirtschaftsamt des Landratsamtes Böblingen hat eine neue Amtsleiterin.

Eva de Haas aus Stuttgart wechselt von der Landesanstalt für Umwelt, Naturschutz und Messung (LUBW) nach Böblingen. In ihrer vorherigen Tätigkeit beim Umweltministerium erwarb die 40-Jährige vertiefte Kenntnisse im Themenfeld der oberflächennahen Geothermie. So ist sie bereits mit den Schadensfällen in Böblingen vertraut und bringt fachliches Wissen in diesen Aufgabenbereich mit ein. Am 2. Januar wird sie ihr Amt übernehmen.

Wir freuen uns sehr, eine bestens qualifizierte Mitarbeiterin gefunden zu haben. Ich bin mir sicher, dass Eva de Haas die richtige Nachfolgerin für Jochen Weinbrecht, den bisherigen Leiter des Wasserwirtschaftsamtes ist. Ich wünsche ihr viel Erfolg und ein glückliches Händchen bei der Führung dieses wichtigen Amtes.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr

Landrat Roland Bernhard

Newsletter Ausgabe 50: Sanierungsverfahren wird in Oberwolfach getestet (09.09.2016)

Liebe Leserinnen und Leser,

die Arbeiten an den noch nicht vollständig sanierten Erdwärmebohrungen im Schliffkopfweg sind nach wie vor unterbrochen. Wie bereits zuvor geschildert wurden in den letzten Wochen Modifizierungen des bisher angewandten Sanierungsverfahrens intensiv getestet. Ziel war es pastöse Anreicherungen aus sogenanntem Thaumasit, die sich in den Hinterfüllungen der Erdwärmesonden befinden, aus dem Untergrund auszuspülen, um im Anschluss wie in den bereits sanierten Sonden Zementsuspension zur Abdichtung einpressen zu können.

Die Versuche auf dem Betriebsgelände der Fa. Keller in Renchen an kürzeren Probekörpern konnten inzwischen erfolgreich abgeschlossen werden. Demnach lässt sich mit einer weiterentwickelten Schneid- und Spreizmethode der Fa. Keller ein langer Schnitt zuverlässig herstellen und zu einer größeren Öffnung aufspreizen. Mit Hilfe einer Saugspülung kann eine pastöse Hinterfüllung über den gespreizten Schnitt aus dem Ringraum dieser kürzeren Probekörper ausgespült werden.

Um das modifizierte Sanierungskonzept mit realitätsnahen Druckverhältnissen testen zu können, ist es nun erforderlich, die Vorgehensweise mit Versuchen im Maßstab 1:1 zu überprüfen. Das heißt es sind nun Probekörper herzustellen mit einer Länge von 80 m, die der tatsächlichen Sondentiefe im Schliffkopfweg entsprechen.

Glücklicherweise hat sich uns mit tatkräftiger Unterstützung der Kollegen des LGRB die Möglichkeit eröffnet, diese Tests untertage in einem Blindschacht der Grube Clara in Oberwolfach durchzuführen. Die von der Fa. Sachtleben Bergbau betriebene Grube, in der die Industrieminerale Schwerspat und Flussspat abgebaut werden, ist auch für ihren Mineralienreichtum bekannt. Es handelt sich um das letzte noch in Betrieb befindliche Bergwerk im Schwarzwald. Dort wurde in der Vergangenheit bereits das Verfahren für die Sanierung der Geothermieschäden in Staufen zur Anwendungsreife entwickelt. Die Fa. Keller wird in unserem Auftrag und in Abstimmung mit den beteiligten Fachleuten und dem zuständigen Obersteiger der Grube in den nächsten Wochen ein Versuchskonzept erarbeiten und dann die erforderlichen Gerätschaften für den Aufbau und die Durchführung der Versuche organisieren. Sobald ein konkreter Zeitplan hierfür vorliegt, werden wir Sie selbstverständlich wieder informieren.

Bei Fragen, zögern Sie bitte nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen.

Ihr Amt für Wasserwirtschaft

Newsletter Ausgabe 49: Stand Entwicklung neuer Verfahren (29.07.2016)

Liebe Leserinnen und Leser,

die Arbeiten an den noch nicht vollständig sanierten Erdwärmebohrungen im Schliffkopfweg bleiben nachwievor unterbrochen. Wie berichtet, konnte mit dem bisher angewandten Verfahren keine Sanierungssuspension (Zement) verpresst werden. Der Grund: Anstelle ausgehärtetem Altzement befindet sich eine Umwandlungsmasse aus so genanntem Thaumasit in den Ringräumen um die Sonden. Der bisher verwendete Druck reicht nicht aus, um die breiige bis pastöse Masse durch die Sanierungssuspension zu verdrängen.

Zur notwendigen Verdrängung des Thaumasits werden erweiterte Zugänge in den Untergrund benötigt. Hierzu werden neue Schneidwerkzeuge und Verfahren entwickelt und umfangreich getestet, um über die vorhandenen EWS-Schläuche die notwendigen Zugänge in den Untergrund zu schaffen.

Aktuell laufen weiterhin Versuche mit verbesserten Stanz- und Schneidwerkzeugen. Diese konnten unter Laborbedingungen auf dem Betriebsgelände bis in eine Tiefe von 25 m problemlos in Sondenschläuche eingeführt werden. Als nächstes stehen Befahrbarkeitstests im Schliffkopfweg an, um die Zugänglichkeit mit dem verbesserten Werkzeug zu testen.

Als schwierig erweist sich bei den laufenden Versuchen nachwievor die pastöse Masse herauszubekommen. Hierfür müssen Möglichkeiten gefunden werden, den Auspressdruck nach dem verbesserten Stanzen oder Schneiden der Schläuche auch in Richtung der Hinterfüllung zu lenken, um den gewünschten Austrag zu „erzwingen“.

Inzwischen können auch hier erste Erfolge vermeldet werden (siehe Foto; zu sehen ist die teilweise Ausspülung von pastöser Substanz über geschnittene größere Öffnungen an einem transparenten Versuchskörper aus Plexiglas).

Sobald sich ein ausreichend zuverlässiges Verfahren abzeichnet, werden 1:1-Simulationen an Versuchseinrichtungen durchgeführt werden. Erst danach können die eigentlichen Sanierungsarbeiten wieder aufgenommen werden. 

Die Satellitenmessungen in den Hebungsgebieten werden kontinuierlich fortgesetzt. Gegenwärtig werden mit Airbus erweiterte Möglichkeiten abgestimmt, um die vorhandenen Daten auszuwerten. Beabsichtigt ist eine grundstücksscharfe Auswertung der Gesamtbewegungen für einen aktuelleren Zeitraum. Dabei sollen die jeweiligen Entwicklungen flurstückscharf jeweils von einem Stichtag aus rückwirkend für sechs Monate nachvollzogen werden können.

Neben der Darstellung der akkumulierten Gesamtbewegung seit Beginn der Messungen im Februar 2014 kann damit zukünftig anhand weiterer Karten für das nördliche und südliche Hebungsgebiet flurstückscharf nachvollzogen werden, ob sich signifikante Bewegungen im Laufe der letzten sechs Monate ergeben haben. Wir gehen davon aus, entsprechende Karten mit der nächsten Datenlieferung von Airbus im Spätherbst 2016 zur Verfügung stellen zu können.

Die terrestrischen Messungen über die Fa. intermetric werden – auch zum Abgleich mit den parallel laufenden satellitengebundenen Messungen –zu einem späteren Zeitpunkt nochmals in beiden Hebungsgebieten wiederholt, jedoch nicht vor dem vollständigen Abschluss der Sanierungsarbeiten in den südlichen Quartieren.

Bei Fragen, zögern Sie bitte nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen.

Ihr Amt für Wasserwirtschaft

Newsletter Ausgabe 48: Aktuelle Auswertung der Satelliten-Aufnahmen (27.04.2016)

Liebe Leserinnen und Leser,

seit kurzem liegen uns die neuesten Auswertungen der Satelliten-Aufnahmen vor. Demnach ging die Geschwindigkeit der Erdhebungen in beiden Hebungsgebieten in den vergangenen Monaten erneut zurück. Zu Beginn der Messungen hatten wir im nördlichen Gebiet Hebungsraten von bis zu fünf Millimetern pro Monat festgestellt. Diese hatten sich bei der letzten Messung auf nur noch maximal zwei Millimeter pro Monat mehr als halbiert. Die neuesten Zahlen zeigen, dass sich die Hebungen dort weiter verlangsamen auf derzeit maximal 1 bis 1,5 Millimeter pro Monat.

Der Rückgang der Hebungsgeschwindigkeiten lässt sich optisch am einfachsten darstellen, wenn der zeitliche Verlauf der Hebungen für Einzelpunkte betrachtet wird. Airbus DS hat daher aus den Tausenden von Messpunkten des Satelliten jeweils exemplarisch für das nördliche und südliche Hebungsgebiet einen Messpunkt ausgewählt, der zentral in den jeweiligen Hebungsgebieten liegt und für diesen die Hebung im zeitlichen Verlauf dokumentiert. Anhand der Kurve lässt sich deutlich ablesen, dass diese zunächst linear ansteigt (Messwerte in blau) und sich seit dem Zeitpunkt der Sanierungen Ende 2014 deutlich abschwächt (Abflachen der Kurve, in rot).

Messergebnisse Einzelpunkt Norden: Verlangsamung beginnt mit Ende der Sanierung.


Auch im südlichen Hebungsgebiet konnten die meisten Bohrungen saniert werden (wir berichteten). Dort zeigen die Messergebnisse ebenfalls einen deutlichen Trend zur Verlangsamung der Hebungen, auch in den Bereichen, in denen noch nicht saniert wurde. Von maximal rund drei Millimetern pro Monat in 2014 hat sich die Hebungsgeschwindigkeit zunächst ebenfalls auf rund zwei Millimeter pro Monat verlangsamt und liegt nun bei maximal 1 bis 1,5 Millimeter pro Monat.

Dieser Rückgang lässt sich ebenfalls exemplarisch an einem Einzelpunkt darstellen. Danach beginnt auch die Verlangsamung der Hebungen im Süden mit dem Zeitpunkt der Sanierungen im Heinrich-Heine-Weg im Frühsommer 2015 (Abflachen der Kurve, Messwerte in rot).

Messergebnisse Einzelpunkt Süden: Verlangsamung beginnt mit Abschluss der ersten Sanierungen.


Die Satellitenmessungen belegen auch, dass sich die Hebungen nicht nur in Einzelpunkten, sondern durchgängig in allen Messpunkten der beiden Hebungsgebiete verlangsamen (siehe folgender Kartenausschnitt und Farblegende, rote Messpunkte). Einzelpunkte, die sich verstärkt bzw. beschleunigt heben, sind danach nicht zu verzeichnen (blaue Messpunkte).

Veränderung der Hebungsgeschwindigkeit: Rot markiert sind die Bereiche in denen sich die Geschwindigkeit verlangsamt.


In zwei weiteren Karten für das nördliche und südliche Hebungsgebiet hat Airbus in unserem Auftrag die Hebungen in Millimetern seit Beginn der Messungen im Februar 2014 für alle Messpunkte dargestellt (im Norden in blau bis ca. 90 mm Hebung laut Farblegende, im Süden bis ca. 55 mm).

Zur besseren Orientierung wurden in beiden Karten auch die Flurstücksgrenzen aufgeführt. Die vielen Flurstücke mit hellgrünen Messpunkten zeigen laut Farblegende im Übrigen an, dass dort mit den sehr genauen Satellitenmessungen seit Februar 2014 keine Bewegungen, d. h. weder Hebungen noch Senkungen festgestellt werden konnten.

Nördliches Hebungsgebiet (blau gefärbt sind die Bereiche, die sich noch heben)
Südliches Hebungsgebiet (blau gefärbt sind die Bereiche, die sich noch heben)


In der Gesamtschau sind die Auswirkung der Sanierung der Erdwärmebohrungen auf die Hebungen damit ganz deutlich ablesbar. Die Hebungen verlangsamen sich in allen Bereichen. Das ist ein toller Erfolg und bestätigt unser entschlossenes Handeln bei der Sanierung der Bohrungen.

Wie bereits berichtet, hoffen wir gemeinsam mit der Firma Keller und den Fachleuten des LGRB auch für die Sanierungen der letzten Sonden im Schliffkopfweg eine Lösung zu finden. Die dafür erforderlichen Vorarbeiten laufen auf Hochtouren. Sobald es hier Neuigkeiten gibt, werden wir Sie informieren.

Für Fragen stehen wir Ihnen wie immer gerne zur Verfügung.

Ihr Amt für Wasserwirtschaft

Newsletter Ausgabe 47: Unterbrechung der Sanierung (31.03.2016)

Liebe Leserinnen und Leser,

im Zusammenhang mit den Erdhebungen in Böblingen hatte das Landratsamt Böblingen in Absprache mit dem Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) die Sanierungsarbeiten an den Bohrungen im südlichen Hebungsgebiet unterbrochen. Nun muss die mit der Sanierung beauftragte Firma Keller die Baustelleneinrichtung abziehen und weitere Verfahrensversuche auf dem Betriebsgelände des Unternehmens durchführen. Grund ist (wie berichtet) zähflüssiges Material in den Erdwärmebohrungen, das die Sanierung derzeit verhindert.

Im Oktober 2014 haben wir damit begonnen die schadhaften Geothermie-Bohrungen in den Hebungsgebieten in Böblingen zu sanieren. Inzwischen ist es uns in Zusammenarbeit mit der Firma Keller gelungen von den 17 zur Sanierung vorgesehenen Bohrungen 13 zu sanieren. Bisher konnten wir insgesamt rund 35.000 Liter Zement verpressen. Seither gingen die Hebungsgeschwindigkeiten in beiden Gebieten zurück und wir sind optimistisch, dass sich dieser Effekt auch bei den kommenden Hebungsmessungen im April verstetigt.

Während der Verpressarbeiten an einer der vier verbleibenden Bohrungen drang nun zähflüssiges Material aus dem Ringraum der Bohrung in die Erdwärmeschläuche ein. Dies führte dazu, dass kaum noch Zement in mögliche Hohlräume verpresst werden konnte, um die Schadstellen zu schließen. In Abstimmung mit dem LGRB wurde die Firma Keller beauftragt Versuche durchzuführen, um mit modifizierten Verfahren die Arbeiten wieder aufnehmen zu können. Diese Versuche müssen nun auf dem Firmengelände unter verbesserten Bedingungen fortgeführt werden. Es geht nun Gründlichkeit vor Schnelligkeit.

Erstmals seit Beginn der Sanierungen im südlichen Hebungsgebiet mussten diese ungeplant unterbrochen werden. Wir wussten, dass wir beim ausgewählten und technisch einzig möglichen Sanierungsverfahren in weiten Teilen Neuland betreten. Wir konnten deshalb nie ausschließen, dass es im Verlauf der Sanierung zu Unwägbarkeiten kommen kann. Gemeinsam mit dem LGRB, den beteiligten Fachexperten und der Firma Keller arbeiten wir mit Hochdruck an einer Lösung.

Das LGRB hat das Material analysieren lassen, dass uns die Probleme bereitet. Bei dem ausgespülten grauen Material handelt es sich weitgehend um das Mineral Thaumasit. Dieses kann unter bestimmten Voraussetzungen durch das Eindringen von Feuchtigkeit oder Wasser etwa in Beton entstehen und führt im ungünstigen Fall zu einer völligen Auflösung des festen Materials. Zurück bleibt eine pastöse Masse. Damit Thaumasit entstehen kann, muss der ursprünglich eingesetzte Zement einen Kalkanteil von mindestens 30 Prozent aufgewiesen haben. Außerdem sind für den Umwandlungsprozess relativ niedrige Umgebungstemperaturen notwendig.

Laut LGRB ist Thaumasit in pastöser Form im Ringraum der Erdwärmesonden schwierig, da es wahrscheinlich keine stabile und undurchlässige Hinterfüllung darstellt. Die Sanierung der nun verbleibenden Bohrungen war bisher nicht möglich, da das Thaumasit nicht vom Sanierungszement verdrängt werden konnte. Das bisher angewandte Sanierungsverfahren (Schlitzen eines Erdwärmesondenschlauchs mit Hochdruckwasserstrahl und anschließende Injektion eines Spezialzements) erwies sich hier als ungeeignet.

Wir wollen nun die Tests zur Weiterentwicklung des Sanierungsverfahrens auf dem Gelände der Firma Keller in Renchen fortführen. Dort bestehen bessere Voraussetzungen für eine zielgerichtete Anpassung des Sanierungsverfahrens mit Versuchsständen im Freien und in Hallen. Dabei möchten wir aber vermeiden, dass es beim Sachstandsbericht des LGRB zu weiteren Verzögerungen kommt. Deshalb sind wir mit dem LGRB im Gespräch, um den Sachstandbericht Süd in zwei Teilen zu erarbeiten, um dort nicht wertvolle Zeit verstreichen zu lassen.

Für weitere Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.

Ihr Amt für Wasserwirtschaft

Newsletter Ausgabe 46: Stand der Sanierungen im Schliffkopfweg (03.03.2016)

Liebe Leserinnen und Leser,

im Oktober 2014 haben wir damit begonnen die schadhaften Geothermie-Bohrungen in den Hebungsgebieten in Böblingen zu sanieren. Inzwischen ist es uns in Zusammenarbeit mit der Firma Keller gelungen von den 17 zur Sanierung vorgesehenen Bohrungen 13 zu sanieren. Dort wurden insgesamt rund 35.000 Liter Zement-Suspension verpresst.

Erfreulicherweise zeigen diese Maßnahmen erste Erfolge: Wie bereits im Newsletter 41 berichtet, gehen die Hebungsgeschwindigkeiten in beiden Gebieten zurück und wir sind optimistisch, dass wir diesen Effekt auch bei den kommenden Hebungsmessungen im Frühjahr wieder feststellen können.

Derzeit laufen die Arbeiten an den vier noch verbliebenen zu sanierenden Erdwärmesonden. Während der Verpressarbeiten an einer der Bohrungen drang dabei zähflüssiges Material aus dem Ringraum der Sonde in die Sondenschläuche ein. Dies führte dazu, dass kaum noch Zement-Suspension in mögliche Hohlräume verpresst werden konnte. In Abstimmung mit dem Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) wurden die Arbeiten an den Bohrungen daraufhin zunächst unterbrochen.

Die Firma Keller wurde beauftragt Versuche durchzuführen, um mit modifizierten Verfahren die Arbeiten wieder aufnehmen zu können. Derzeit laufen diese Versuche noch bis voraussichtlich Mitte März. Wir müssen deshalb derzeit davon ausgehen, dass sich die Sanierungsarbeiten verzögern.

Erstmals seit Beginn der Sanierungen im Quartier Süd mussten wir diese ungeplant unterbrechen. Wir bedauern dies sehr. Wir wussten aber, dass wir beim ausgewählten und technisch einzig möglichen Sanierungsverfahren in weiten Teilen Neuland betreten. Wir konnten deshalb nie ausschließen, dass es im Verlauf der Sanierung zu Unwägbarkeiten kommen kann.

Gemeinsam mit dem LGRB, den beteiligten Fachexperten und der Firma Keller arbeiten wir mit Hochdruck an einer Lösung. Sobald uns in der Sache neue Informationen zur vorliegen, erhalten Sie wieder eine Nachricht von uns.

Bei Fragen stehen wir Ihnen wie immer gerne zur Verfügung.

Ihr Amt für Wasserwirtschaft

Newsletter Ausgabe 45: Sachstandsbericht zum Download (14.01.2016)

Liebe Leserinnen und Leser,

wie bereits am Dienstag von Landrat Roland Bernhard angekündigt, hier nun der Link zum Download des Sachstandsberichtes des Landesamtes für Geologie, Rohstoffe und Bergbau zu den Erdhebungen im Norden von Böblingen.

Das "Gipskeuperquellen" und damit die Erdhebungen wurden laut dem Bericht durch eine absteigende Wasserzufuhr über undichte Ringräume der beiden Erdwärmesonden im nördlichen Gebiet verursacht.

Eine andere Kausalität, z. B. Zusammenhang mit Mineralwasserbohrungen der Böblinger Mineraltherme oder Erdbeben, kann auf Grundlage aller vorliegenden Erkenntnisse ausgeschlossen werden. Diese Einschätzung wird auch dadurch untermauert, dass die Hebungsprozesse nach Einleiten der Sanierung nachweislich abklingen.

Bitte beachten Sie beim Download, dass es sich insbesondere bei den Anlagen um sehr große Dateien handelt.

Bei Fragen stehen wir Ihnen wie immer gerne zur Verfügung.

Ihr Amt für Wasserwirtschaft

Newsletter Ausgabe 44: Einladung Vorstellung Sachstandsbericht (23.12.2015)

Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger,

im Zusammenhang mit den Erdhebungen in Böblingen hat das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) aus Freiburg in unserem Auftrag die gewonnenen, umfangreichen Untersuchungs- und Messergebnisse für das nördliche Hebungsgebiet bewertet und in einem Sachstandsbericht zusammengefasst.

Der Bericht wird am 12. Januar 2016 von Herrn Prof. Dr. Watzel, Abteilungspräsident des LGRB, und seinen Mitarbeitern der Öffentlichkeit präsentiert. Ich erwarte mir von diesem Bericht auch dezidierte Aussagen zur Kausalität der schadhaften Geothermiebohrungen mit den Hebungen.
 
Zu dieser Veranstaltung am

Dienstag, den 12. Januar 2016 um 17 Uhr
in der Mensa des Kaufmännischen Berufsschulzentrums in Böblingen


darf ich Sie herzlich einladen.

Auch wenn die Probleme noch lange nicht vollständig gelöst sein werden, dürfen wir insgesamt auf ein - angesichts der sehr komplexen Sachlage und den großen Herausforderungen - erfolgreiches Jahr zurück blicken:

Die Sanierungsarbeiten in zwei betroffenen Quartieren konnten nahezu vollständig abgeschlossen werden. Die Firma Keller hat noch vor Weihnachten die Sanierungsarbeiten im Herdweg abgeschlossen und mit den Sanierungen der letzten vier von siebzehn Sonden im Schliffkopfweg begonnen. Das Sanierungsteam der Firma ist inzwischen in die Weihnachtspause gegangen und wird die Arbeiten am 11. Januar 2016 wieder aufnehmen.

Erste vorliegende Ergebnisse der Hebungsmessungen geben Anlass zu Optimismus, dass die eingeleiteten und durchgeführten Maßnahmen greifen und die Hebungen ein Ende finden werden. Insofern blicken wir mit Zuversicht auf die noch vorliegenden Aufgaben.

Doch zunächst wünsche ich Ihnen und Ihren Familien ein ruhiges und friedvolles Weihnachtsfest.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr

Landrat Roland Bernhard

Newsletter Ausgabe 43: Bewertung der Sanierung im Heinrich-Heine-Weg (08.12.2015)

Liebe Leserinnen und Leser,

heute informieren wir Sie wieder über den Stand der laufenden und teilweise bereits abgeschlossenen Arbeiten zur Sanierung der Erdwärmesonden im Osten von Böblingen.
  
Quartier I, Hebungsgebiet Nord

Die Sanierungsarbeiten sind vollständig abgeschlossen. Die Außenanlagen in den durch die Sanierungsarbeiten in Anspruch genommenen Bereichen sind wieder hergestellt.
 
Wie bereits berichtet, weisen die vorliegenden Messdaten bereits auf ein deutliches Abklingen der Hebungsprozesse hin. Seitens der Beteiligten besteht Optimismus, dass die durchgeführten Sanierungsmaßnahmen greifen.
 
Das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) hat seinen abschließenden Sachstandsbericht zu den Hebungen im Norden weitgehend fertig gestellt. Der Bericht wird im Januer 2016 öffentlich vorgestellt, derzeit läuft dafür die Terminfindung. Dazu erhalten Sie noch rechtzeitig eine Einladung. Danach wird der Bericht auch im Internet zum Download zur Verfügung gestellt. 

Quartier II, südliches Hebungsgebiet, Heinrich-Heine-Weg

Die Verpressarbeiten wurden Ende Juli beendet. Die Baustelleneinrichtungen sind abgeräumt. Am 1. Dezember wurden die vorliegenden Ergebnisse in einer Expertenkommission mit Vertretern des LGRB, der öffentlichen Verwaltungen und den beteiligten Fachleuten sowie Betroffenen erörtert.
 
Insgesamt bestand seitens der Beteiligten bei einer Betrachtung der Gesamtergebnisse (geophysikalische Messungen, Verpressprotokolle, Auswertung von Satellitendaten) vorsichtiger Optimismus, dass der Hebungsdynamik durch die nachträglichen Verpressarbeiten Einhalt geboten werden kann. Die weiteren Entwicklungen bis zu einem hoffentlich kompletten Stillstand bleiben jedoch abzuwarten.  
 
In den für die Sanierung geschlitzten Sondenschläuchen sind verfahrensbedingt kleinere Undichtigkeiten verblieben. Ähnlich stellte sich der Sachverhalt auch nach Sanierungsabschluss im nördlichen Hebungsgebiet dar. Zur genaueren Überprüfung der Situation wurden noch einige ergänzende Untersuchungen verabredet. Im Anschluss daran ist noch für dieses Jahr eine so genannte Verwahrung der für die Sanierung perforierten Sondenschläuche vorgesehen. Durch Einbringen einer Bentonit-Suspension sollen die verbliebenen Wasserwegsamkeiten unterbunden werden. Dies entspricht der bereits im nördlichen Hebungsgebiet praktizierten Vorgehensweise.
 
Zur weiteren Überprüfung des Sanierungserfolges werden in den Folgemonaten zusätzliche Informationen erfasst. Neben der Auswertung von Satellitendaten werden auch die Präzisionsmessungen am Boden fortgesetzt. In den Erdwärmesonden selbst werden voraussichtlich im nächsten Sommer erneut Temperaturaufzeichnungen erfolgen, um auch die weiteren Entwicklungen im Untergrund nachvollziehen zu können. 
 
Diese zusätzlichen Messungen sind erforderlich, um die - im Unterschied zur Sanierung im nördlichen Hebungsgebiet - deutlich komplexere Situation mit insgesamt acht sanierten Sondenanlagen präziser bewerten zu können.
 
Sanierungstechnisch ist das mit den heutigen technischen Möglichkeiten Machbare getan. Um den Sanierungserfolg abschließend bewerten zu können, müssen insbesondere die Erkenntnisse aus längerfristigen Hebungsmessungen abgewartet werden.
 
Quartier III, Südwestliches Hebungsgebiet

Hier stehen die Sanierungsarbeiten am ersten von drei zu sanierenden Standorten vor dem Abschluss. Es zeichnet sich eine nachträgliche Verpressmenge von rund 15.000 Litern in den drei sanierten Sondenanlagen ab. Noch vor Weihnachten wird auf den nächsten Standort umgesetzt werden können. Auf Grund der beengten Platzverhältnisse sind Verkehrsbehinderungen leider weiterhin unvermeidlich.

Bei Fragen, zögern Sie bitte nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen.

Ihr Amt für Wasserwirtschaft

Newsletter Ausgabe 42: Insolvenzverfahren der Firma Gungl (28.10.2015)

Liebe Leserinnen und Leser,

im Newsletter Nr. 40 haben wir Sie informiert, dass das Insolvenzverfahren der Firma Gungl eröffnet wurde. Das Verfahren ist unter dem AZ.: 2 IN 517/15 beim zuständigen Amtsgericht Ludwigsburg – Insolvenzgericht anhängig. Als Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Thomas Luger (Mörikestraße 17, 70178 Stuttgart, Tel.: 0711/878747-0, Fax: 0711/878747-99) eingesetzt. Insolvenzforderungen sind bis spätestens zum 4. November 2015 schriftlich beim Insolvenzverwalter anzumelden und sowohl dem Grunde als auch der Höhe nach darzustellen.
 
Auf der Homepage der Kanzlei Dr. Hefermehl & Rheiner (dieser Kanzlei gehört Rechtsanwalt Thomas Luger an) stehen ein Vordruck zum Anmelden der Forderungen und ein dazugehöriges Merkblatt zum Download bereit: http://www.hefermehl.de/mainmenu.html

Bitte haben Sie Verständnis, dass das Landratsamt Böblingen weder Betroffene bei der Anmeldung unterstützen noch rechtlich beraten darf und kann.

Ihr Amt für Wasserwirtschaft

Newsletter Ausgabe 41: Neue Auswertung der Satelliten-Aufnahmen (22.10.2015)

Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger,

seit kurzem liegen uns die neuesten Auswertungen der Satelliten-Aufnahmen vor. Demnach ging die Geschwindigkeit der Erdhebungen in beiden Hebungsgebieten in den vergangenen Monaten deutlich zurück. Bisher hatten wir im nördlichen Gebiet Hebungsraten von rund fünf Millimeter pro Monat festgestellt. Jetzt haben sich diese mit noch zwei Millimeter pro Monat mehr als halbiert.
 
Die Auswirkung der Sanierung der Erdwärmebohrungen auf die Hebungen ist damit ganz deutlich ablesbar. Die Hebungen verlangsamen sich deutlich – die neuesten Messungen machen sogar Hoffnung, dass die Hebungen im Norden bald ganz zum Stillstand kommen. Das ist ein toller Erfolg und bestätigt unser entschlossenes Handeln bei der Sanierung der Bohrungen.
Damit sind nach unserer Auffassung auch letzte Zweifel über die Kausalität der Hebungen ausgeräumt, denn der Rückgang der Hebungsgeschwindigkeit steht in direktem zeitlichem Zusammenhang mit den Sanierungen in den Hebungsgebieten.
 
Erfreulich ist auch, dass sich die Ergebnisse auf das gesamte nördliche Hebungsgebiet erstrecken und nicht nur einzelne Bereiche umfassen. Damit können wir zwar noch keine komplette Entwarnung geben, aber die Aussicht darauf, dass die Schäden im nördlichen Hebungsgebiet sich nicht weiter vergrößern, ist konkret da.
 
Im Februar wurden die Sanierungsmaßnahmen im nördlichen Hebungsgebiet von Böblingen erfolgreich abgeschlossen, auch die Sanierungsmaßnahmen im südlichen Hebungsgebiet schreiten zügig voran. Dort zeigen die Messergebnisse einen deutlichen Trend zur Verlangsamung der Hebungen, allerdings noch abgemildert: Von rund drei Millimetern pro Monat im vergangenen Jahr hat sich die Hebungsgeschwindigkeit auf ebenfalls rund zwei Millimeter pro Monat im letzten Quartal verlangsamt.

Ein deutlicher Zusammenhang mit den Sanierungen der Erdwärmesonden im Heinrich-Heine ist ebenfalls klar erkennbar. Wir rechnen mit einem Ende der Sanierungsarbeiten für das Frühjahr 2016, einige Monate danach werden wir auch hier sehen, wie schnell die Sanierung sich auf die Hebungen auswirkt.

Ich freue mich über diese guten Nachrichten. Ich werde mich auch weiterhin persönlich dafür einsetzen, dass wir möglichst bald die Sanierungen abschließen können. Mein Dank gilt meinen Mitarbeitern im Wasserwirtschaftsamt und den beteiligten Firmen, die täglich an der Sanierung arbeiten.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr

Landrat Roland Bernhard

Newsletter Ausgabe 40: Stand der Sanierungsarbeiten im Oktober 2015 (13.10.2015)

Liebe Leserinnen und Leser,

im Folgenden möchten wir Sie über den aktuellen Stand der laufenden und teilweise bereits abgeschlossenen Arbeiten im Zusammenhang mit den Geothermieschäden im Stadtgebiet von Böblingen informieren.

Quartier I, Hebungsgebiet Nord

Die Sanierungsarbeiten sind vollständig abgeschlossen. Die im Erdreich verbliebenen Sondenschläuche wurden mit einer Bentonit-Suspension verschlossen  bzw. „verwahrt“. Die Einfüllmasse ist so beschaffen, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt wieder entfernt werden könnte, beispielsweise für Messungen.
Dem Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) wurden alle im Zusammenhang mit der Sanierung und begleitenden Untersuchungen ermittelten Daten übersandt. Das LGRB hat seinen abschließenden Bericht für Ende des Jahres in Aussicht gestellt.
 
Quartier II, südliches Hebungsgebiet

Die Verpressarbeiten wurden Ende Juli beendet. Gegenwärtig werden die verbliebenen Baustelleneinrichtungen entfernt und die Grundstücke wieder hergestellt. Die Bewertung der durchgeführten Arbeiten durch die zu beteiligenden Experten ist  für Anfang Dezember vorgesehen.
Die Erkundungsbohrung in der Kniebisstraße wurde Ende August in einer Tiefe von 162,75 m beendet. Die Bohrung verlief problemlos. Im Verlauf der Bohrarbeiten sowie im Nachgang wurden unterschiedliche hydraulische Tests – so genannte Pumpversuche -  in unterschiedlichen Tiefen durchgeführt. Mit Hilfe dieser Untersuchungen wurden die Grundwassergegebenheiten in unterschiedlichen Tiefenabschnitten (bspw. Menge, Druckpotentiale aber auch Chemismus) erfasst.
Die Bohrung wird erst nach vollständigem Abschluss der Sanierungsarbeiten in Quartier III wieder verschlossen. Bis dahin bleibt Sie für mögliche Messungen oder Tests zugänglich.
 
Quartier III, Südwestliches Hebungsgebiet

Hier sind die Sanierungsarbeiten in vollem Gange. Die Arbeiten an der ersten von sieben Bohrungen wurden mit der nachträglichen Injektion von ca. 5.000 Liter Suspension bereits erfolgreich abgeschlossen. Die Arbeiten liegen im Zeitplan und werden sich voraussichtlich bis in das Frühjahr 2016 hineinziehen. Auf Grund der beengten Platzverhältnisse sind Verkehrsbehinderungen leider unvermeidlich.

Informationen zum Insovenzverfahren Gungl

Das Insolvenzverfahren der Firma Gungl wurde inzwischen eröffnet. Jeder betroffene Geschädigte kann demnach noch bis zum 4. November 2015 seine Ansprüche beim Insolvenzverwalter (Thomas Luger, Mörikestraße 17, 70178 Stuttgart, Tel.: 0711/878747-0, Fax: 0711/878747-99) geltend machen.

Bei Fragen, zögern Sie bitte nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen.

Ihr Amt für Wasserwirtschaft

Newsletter Ausgabe 39: Einigung mit Versicherung zu nächsten Schritten (11.09.2015)

Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger,

ich möchte Sie heute darüber informieren, dass wir uns mit den Versicherungen des Bohrunternehmens, das die Bohrungen im Hebungsgebiet im Südosten von Böblingen durchgeführt hat, auf weitere Schritte verständigt haben. Die Versicherungen AIG, Allianz und Württembergische sagen zu, in einem Schiedsverfahren möglichst rasch die Zuständigkeitsfrage klären zu lassen. Zudem haben sich Landratsamt und Versicherungen auf ein Verfahren zur Beweissicherung geeinigt.
 
Ich bin froh, dass wir mit den Versicherungen diese für die Betroffenen wichtige Vereinbarung erreicht haben. Wir sind damit einen großen Schritt weiter, auch wenn wir noch nicht am Ziel sind. Es war wichtig, im direkten Gespräch die Standpunkte auszutauschen, auch wenn über die Frage der Kausalität und der Haftung noch keine Einigkeit erzielt werden konnte. Am Ende steht dennoch eine Verabredung, mit der die betroffenen Eigentümer weitere Schritte einleiten können.
 
Im Einzelnen haben wir verabredet: 

Die Versicherungen streben ein außergerichtliches Schiedsverfahren an, in dem die Frage der Zuständigkeit geklärt werden soll. AIG, Allianz und Württembergische versprechen sich dadurch, schneller klären zu können, welche Versicherung für diesen Fall Ansprechpartner ist, als es bei einem langwierigen Gerichtsverfahren möglich wäre.
 
Weiter werden die Versicherer mit der Interessengemeinschaft Erdhebungen (IGE) das Gespräch suchen, um für alle Beteiligten einen Weg der Beweissicherung der durch die Hebungen entstandenen Schäden zu finden. Begutachtet werden sollen die Gebäude der Eigentümer, die Mitglied in der IGE sind. Wir haben uns bereit erklärt, die Ergebnisse der bereits im Zuge der Sanierungsmaßnahmen in den Hebungsgebieten in Auftrag gegebenen 85 Gutachten zur Beweissicherung mit einem Wert von rund 74.000 Euro zur Verfügung zu stellen.
 
Damit wären nicht nur die Schäden dokumentiert. Die Eigentümer hätten auch die Möglichkeit, in Eigenregie erste notwendige Reparaturen vorzunehmen, ohne befürchten zu müssen, dass die bereits reparierten Schäden nicht mehr anerkannt werden.

Mit dieser Vereinbarung ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Regulierung der Schäden erreicht. Mir ist persönlich sehr daran gelegen, dass die Versicherungen frühzeitig "einlenken" und die Schäden rasch ersetzen. Es geht aber nur Schritt für Schritt. Seien Sie versichert, dass ich mich persönlich auch bei den weiteren Meilensteinen kraftvoll für Sie einsetzen werde.
 
Mit freundlichen Grüßen

Ihr

Landrat Roland Bernhard

Newsletter Ausgabe 38: Stand der Sanierungsarbeiten im August 2015 (14.08.2015)

Liebe Leserinnen und Leser,

im Folgenden möchten wir Sie über den aktuellen Stand der laufenden und teilweise bereits abgeschlossenen Arbeiten im Zusammenhang mit den Geothermieschäden im Stadtgebiet von Böblingen informieren.
 
Quartier I, nördliches Hebungsgebiet

Die nachträglichen Verpressarbeiten an den beiden Erdwärmesonden in der Siemensstraße wurden bereits Anfang des Jahres abgeschlossen. Auch die parallel durchgeführte Erkundungsbohrung wurde beendet. Die Baufirmen sind abgerückt. Bis auf Restarbeiten sind die Baustellen geräumt.
 
Die Erkundungsbohrung wurde vollständig und dicht verschlossen. Lediglich ein Schachtabschluss bzw. ein aufliegender Deckel markiert den Standort. Weitere Arbeiten sind hier nicht vorgesehen.
 
Am 29.07.2015 wurden die umfangreich durchgeführten Sanierungsarbeiten an den beiden Erdwärmesonden sowie die vorliegenden Ergebnisse der begleitenden Untersuchungen in der sogenannten „Expertenrunde“ diskutiert und bewertet. Die Expertenkommission setzt sich – wie bereits früher berichtet – aus Behördenvertretern (Umweltministerium, Regierungspräsidium, Landratsamt, Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau), Vertretern der Interessengemeinschaft der Geschädigten, Experten aus unterschiedlichen Fachbüros sowie anwaltlichen Vertretungen unterschiedlich Beteiligter zusammen.
 
Die Sanierungsarbeiten waren erfolgreich. Damit wurden die Voraussetzungen für ein Abklingen der Hebungsprozesse geschaffen. Die Abklingprozesse werden sich jedoch erst allmählich einstellen können. Die Entwicklungen werden fortlaufend durch Messungen überwacht. Die nächsten Messergebnisse sind im November diesen Jahres zu erwarten.
 
Es wurde beschlossen, an den beiden Erdwärmesonden in den nächsten zwei bis drei Wochen noch nachlaufende Untersuchungen durchzuführen. Diese dienen der weiteren Erfolgskontrolle und Dokumentationszwecken. Die Sondenschläuche werden anschließend mit einer Bentonit-Suspension verschlossen. Das Einbringen einer Suspension in die Sondenschläuche soll eventuell noch verbliebene Wasserwegsamkeiten vollends unterbinden. Die Einfüllmasse wird so beschaffen sein, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt wieder entfernt werden könnte – falls erforderlich.
 
Dem Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) werden derzeit alle im Zusammenhang mit der Sanierung und den begleitenden Untersuchungen ermittelten Daten übersandt. Das LGRB hat seinen abschließenden Sachstandsbericht für Ende des Jahres in Aussicht gestellt.
 
Quartier II, südliches Hebungsgebiet

Die nachträglichen Verpressarbeiten an den acht Erdwärmesondenanlagen im Heinrich-Heine-Weg wurden in der vergangenen Woche abgeschlossen. In die Bohrstrecken wurden im Verlauf der Sanierung rund 14.000 Liter Suspension eingebracht. Dabei konnte in jede einzelne Bohrung Suspension verpresst werden. Dies belegt, dass alle Sondenbohrungen Fehlstellen aufwiesen und nicht sachgerecht ausgeführt waren. Die Fa. Keller ist inzwischen wieder abgerückt. Die nachlaufenden Untersuchungen werden noch einige Wochen andauern. Die Bewertung der durchgeführten Arbeiten durch die zu beteiligenden Experten wird voraussichtlich im Oktober oder November erfolgen können.
 
Die zurzeit laufende Erkundungsbohrung in der Kniebisstraße hat zwischenzeitlich den Muschelkalk und die voraussichtliche Endtiefe von ca. 160 Metern erreicht. Die Bohrung wird jetzt für die in den nächsten Monaten geplanten temporären Messungen (z. B. hydraulische Tests, Pumpversuche usw.) vorbereitet. Die Arbeiten verlaufen routinemäßig.
 
Quartier III, südwestliches Hebungsgebiet

 Inzwischen ist die Firma Keller ins Quartier III umgezogen. Dort werden insgesamt sieben Bohrungen zu sanieren sein. Die Arbeiten an drei Sonden im Herdweg haben bereits begonnen, im direkten Anschluss werden 4 weitere Sonden im Schliffkopfweg saniert. Die Arbeiten werden sich voraussichtlich deutlich in das Jahr 2016 hineinziehen. Die Baustelleneinrichtung der Firma Keller kann während der gesamten Arbeiten in der Achalmstraße verbleiben. Auf Grund der beengten Platzverhältnisse sind Verkehrsbehinderungen leider unvermeidlich. Wir bitten um Verständnis.

Bei Fragen, zögern Sie bitte nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen.

Ihr Amt für Wasserwirtschaft

Newsletter Ausgabe 37: Aktuelle Information zur Bohrtechnik im Heinrich-Heine-Weg (26.06.2015)

Liebe Leserinnen und Leser,

mit unserem Newsletter möchten wir Sie auch heute wieder aktuell informieren. Kürzlich hatten wir Sie über eine Anfrage von Frau Kreisrätin Braun informiert. Zur Antwort des Landrates hatte sie noch Rückfragen, deren Beantwortung wir auch Ihnen mitteilen wollen.

Das Landesamtes für Geologie, Bergbau und Rohstoffe fordert regelmäßig bei wasserrechtlichen Vorhaben in sulfathaltige Gesteine, durch geeignete bohrtechnische Maßnahmen sicherzustellen, dass es als Folge der Bohrung zu keiner Lösung von Gips und keiner zusätzlichen Umwandlung von Anhydrit in Gips kommt. Der Bohrfirma war dies bekannt.

Bei einer Bohrung nach dem damaligen Stand der Technik wird das auch grundsätzlich erfüllt. Die Verantwortung für die Auswahl der geeigneten bohrtechnischen Maßnahmen obliegt dem Bohrunternehmen. Konkrete bohrtechnische Maßnahmen werden und wurden nicht vorgeschrieben. Dies bringen auch die aktuellen Leitlinien zur Qualitätssicherung von Erdwärmesonden zum Ausdruck, die entsprechende Formulierungen verwenden.

Bei Fragen, zögern Sie bitte nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen.

Ihr Amt für Wasserwirtschaft

Newsletter Ausgabe 36: Einladung zum Imbiss im südlichen Hebungsgebiet (23.06.2015)

Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger,

seit Februar läuft die Sanierung der schadhaften Erdwärmesonden, die im Süden von Böblingen mit den Erdhebungen im Zusammenhang stehen. Die Sanierung schreitet seither kontinuierlich voran. Auch die Erkundungsbohrung im südlichen Hebungsgebiet hat begonnen.
 
Ich möchte mir nun vor Ort gemeinsam mit Oberbürgermeister Lützner ein Bild der aktuellen Lage machen. Gleichzeitig ist es mir ein Anliegen, Sie inmitten des Sanierungsprozesses zu einer kleinen Zusammenkunft einzuladen. Dabei würde ich gerne mit Ihnen bei einem kleinen Imbiss ins Gespräch kommen und von Ihnen Ihre Sicht auf das Thema Erdhebungen erfahren. Zu beidem lade ich Sie herzlich ein am
 
Donnerstag, 23. Juli, ab 16:00 bis ca. 17:30 Uhr
im Hans-Thoma-Weg in Böblingen.

 
Für unsere Planungen bitte ich Sie uns bis 10. Juli eine Rückmeldung zu geben, ob Sie kommen können. Bitte melden Sie sich über diesen Link oder telefonisch unter 07031/663-2555 an.
 
Ich freue mich, wenn Sie dabei sein können.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr

Landrat Roland Bernhard

Newsletter Ausgabe 35: Stand der Sanierung und Informationen zur Haftung (16.06.2015)

Liebe Leserinnen und Leser,

mit unserem Newsletter möchten wir Sie auch heute wieder aktuell über den Stand der Sanierungsmaßnahmen u.a. informieren.

1. Sanierungsarbeiten im Heinrich-Heine-Weg


Bei den Sanierungsarbeiten an den Erdwärmesonden im Heinrich-Heine-Weg im südlichen Hebungsgebiet sind wir bereits bei der siebten von insgesamt acht Sonden angekommen. Wir liegen damit zeitlich vor unserer Prognose und freuen uns, dass die Maßnahmen bislang so reibungslos verlaufen sind. Bisher konnten rund 10.800 Liter Zementsuspension nachträglich in den Untergrund verpresst werden. Es zeigt sich also weiter, dass die Bohrungen undicht waren und wir mit der Sanierung den richtigen Weg gewählt haben.

2. Inhalt Kreistagsanfrage


Auch über den Inhalt der Antwort des Landrats auf die Kreistagsanfrage von Frau Kreisrätin Braun möchten wir Sie aktuell informieren:

Die Grundstücke im Heinrich-Heine-Weg liegen alle im Heilquellenschutzgebiet Stuttgart-Bad Cannstatt und Stuttgart-Berg. Die zu Grunde liegende Verordnung soll verhindern, dass die Stuttgarter Heilquellen in ihrer Wasserqualität oder -menge beeinträchtigt werden. Für die Bohrungen ergingen auf zwei Anzeigen der Bohrfirma wasserrechtliche Erlaubnisse, wobei eine Erlaubnis im Nachgang der Bohrung erteilt worden ist. Auf zwei weitere Anzeigen wurde statt mit der formal erforderlichen wasserrechtlichen Erlaubnis im vereinfachten Verfahren agiert. Dennoch: Alle Bohrungen im Heinrich-Heine-Weg waren zum damaligen Zeitpunkt und nach der damaligen Rechtslage in der entsprechenden Bohrtiefe mit dem entsprechenden Bohrverfahren erlaubnisfähig. Anhaltspunkte für ein Ablehnen der Erlaubnis lagen nicht vor.
 
Ein Verbot der (Grundwasser-)stockwerksübergreifenden Bohrungen, wie dies zum Beispiel in Bayern der Fall ist, gab es zum Zeitpunkt der Bohrungen im Heinrich-Heine-Weg in Baden-Württemberg nicht. Ein solches Verbot existiert auch heute nicht. Auch eine Gipsspiegelbegrenzung existierte zum Zeitpunkt der Bohrungen im Heinrich-Heine-Weg noch nicht. Am 3. Februar 2009 - und damit erst nach sämtlichen Bohrungen im Schadensgebiet - wurde durch das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) erstmals eine „Auflagenempfehlung“ formuliert, die den Abbruch bei Erreichen von Sulfatgestein empfiehlt.
Der Grund für die Erdhebungen im Quartier Süd in Böblingen sind die in den Erdwärmesonden im Heinrich-Heine-Weg nachgewiesenen - teilweise erheblichen - Undichtigkeiten in der Abdichtung des Bohrlochringraumes. Diese Undichtigkeiten resultieren aus einer mangelhaften Bohrausführung, die nicht der guten fachlichen Praxis und dem Stand der Technik entspricht und auch zum Zeitpunkt der Bohrausführung nicht entsprach. Eine durchgängig dichte Verfüllung des gesamten Ringraumes ist in allen überprüften Erdwärmesonden eindeutig nicht erfolgt. Nur aufgrund dieser Undichtigkeiten kann Grundwasser in anhydrithaltiges Gestein gelangen und so zur Umwandlung von Anhydit in Gips und zu dem so genannten “Anydritquellen“ führen.

3. Tiefe Erkundungsbohrung


Das Quellen – und damit auch die Ursache der Erdhebungen – gilt es schnellstmöglich abzustellen. Dies ist unsere vordinglichste Aufgabe. Zur genauen Identifizierung der Tiefenlage von quellfähigem Gestein und zur genauen Klärung der Tiefenlage unterschiedlicher Grundwasservorkommen wird gegenwärtig im südlichen Hebungsgebiet eine tiefe Erkundungsbohrung durchgeführt. Diese hat  zwischenzeitlich eine Tiefe von  63 m Metern erreicht. Dabei werden die Arbeiten immer wieder wegen bohrbegleitender Untersuchungen vor Ort und der Untersuchung von Gesteinsproben beim Landesamt für Geologie unterbrochen. Wir informieren Sie auch hier wieder, sobald uns wichtige Erkenntnisse vorliegen.

In engem Kontakt und Austausch mit der IGE Böblingen sind wir außerdem dabei, die Versicherungen auf Initative des Landrates hin an einen Tisch zu bekommen, um möglichst rasch weitere Schritte bei der Schadensregulierung einleiten zu können.
 
Bei Fragen, zögern Sie bitte nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen.

Ihr Amt für Wasserwirtschaft

Newsletter Ausgabe 34: Stand der Sanierung / Einrichtung der tiefen Erkundungsbohrung im Süden (22.04.2015)

Liebe Leserinnen und Leser,

die Sanierungsarbeiten an den Erdwärmesonden im Heinrich-Heine-Weg im südlichen Hebungsgebiet schreiten voran. Inzwischen konnten die erforderlichen, nachträglichen Abdichtungsarbeiten an der dritten von insgesamt acht Sonden abgeschlossen werden. Dabei wurden ca. 2.100 Liter Zementsuspension in den Untergrund eingebracht. Die Arbeiten gehen bereits diese Woche nahtlos an der vierten Bohrung weiter.


Die tiefe Erkundungsbohrung im nördlichen Hebungsgebiet wird in dieser Woche vollständig zurückgebaut. Im Anschluss wird die Baustelle geräumt. Ab der nächsten Woche beginnt dann die Baustelleneinrichtung für die tiefe Erkundungsbohrung im südlichen Hebungsgebiet. Die vorbereitenden Arbeiten werden ungefähr eine Woche dauern.
 
Leider ist die tiefe Erkundungsbohrung nicht ohne Verkehrseinschränkungen in der Kniebisstraße möglich. Die bestehende Einbahnstraßenregelung wird für die Dauer der Bauzeit aufgehoben. Die Durchfahrt muss aufgrund der beengten Situation im Bereich der Bohrstelle leider gesperrt werden. Die Baustelle wird so eingerichtet, dass von beiden Seiten eine Sackgasse entsteht. Das Ordnungsamt der Stadt Böblingen wird die dazu notwendigen Festsetzungen veranlassen. In Notfällen wird eine Durchfahrt für Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr, Notarzt sowie der Polizei gewährleistet. Ebenso werden Durchfahrten kommunaler Fahrzeuge (Abfallentsorgung) in Abstimmung mit den Beteiligten geregelt.
 
Wir gehen derzeit davon aus, dass die Bohrarbeiten und damit die Straßensperrung bis im August 2015 andauern.
 
Bei Fragen, zögern Sie bitte nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen.

Ihr Amt für Wasserwirtschaft

Newsletter Ausgabe 33: Stand der Sanierung im Heinrich-Heine-Weg (08.04.2015)

Liebe Leserinnen und Leser,

die Sanierungsarbeiten an den Erdwärmesonden laufen nun seit Mitte Februar im südlichen Hebungsgebiet, genauer gesagt im Heinrich-Heine-Weg. Erfreulicherweise konnten die ersten beiden von insgesamt acht Bohrungen dort bereits mit Zementsuspension verpresst werden. Insgesamt wurden in den beiden Bohrungen rund 7.000 Liter Suspension eingebracht. Dies belegt, dass die beiden Bohrungen unsachgemäß ausgeführt waren und es Fehlstellen gegeben hat, die zu Wasserläufigkeiten geführt haben können. Für uns ist das auch ein weiteres klares Indiz, dass die Bohrungen Grund für die Hebungen auch im südlichen Hebungsgebiet sind.

Aktuell gehen die Sanierungsarbeiten am nächsten Grundstück im Heinrich-Heine-Weg weiter. Auch dort konnte bereits Zementsuspension verpresst werden. Nach Beendigung der Arbeiten der nächsten beiden Bohrungen sind zunächst weitere Zugänglichkeitstests an zwei der verbleibenden Bohrlöchern durch die Firma Keller notwendig. Hier bestehen nach den Ergebnissen der Voruntersuchungen Engstellen in den Sonden. Sollten die Sonden mit dem vor Ort vorhandenen Equipment der Fa. Keller nicht oder nur eingeschränkt zugänglich sein, muss eventuell ein zusätzliches Gerät mit geringeren Durchmessern vorbereitet werden.

Die tiefe Erkundungsbohrung im nördlichen Hebungsgebiet wird in den kommenden Wochen rückgebaut, die Datenerhebung konnte dort inzwischen abgeschlossen werden und die Auswertung läuft. Im Anschluss an den Rückbau soll mit der Einrichtung des Baufelds für die tiefe Erkundungsbohrung im südlichen Hebungsgebiet in der Kniebisstraße möglicherwiese noch im April begonnen werden.

Bei Fragen, zögern Sie bitte nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen.

Ihr Amt für Wasserwirtschaft

Newsletter Ausgabe 32: Start der Sanierung im Heinrich-Heine-Weg im Süden (10.02.2015)

Liebe Leserinnen und Leser,
 
die Sanierungsmaßnahmen im Heinrich-Heine-Weg können ab kommender Woche beginnen. Die Arbeiten der Firma Keller im Norden sind mittlerweile abgeschlossen, so dass einer Umsetzung der Gerätschaften nichts mehr im Wege steht. An den sanierten Erdwärmesonden im Norden sind noch Nachuntersuchungen zur Erfolgskontrolle notwendig, die in den kommenden Wochen stattfinden werden.

Ablauf der Sanierung im südlichen Bereich


Noch in dieser Woche wird die Firma Keller ihre Gerätschaften zur Durchführung der Sanierung von der Siemensstraße in den Heinrich-Heine-Weg umziehen. Auch hier wird das minimalinvasive Schlitz- und Verpressverfahren der Firma Keller zum Einsatz kommen, dass wir Ihnen in den letzten Newsletter bereits vorgestellt haben.

Vor dem Start der Sanierungsarbeiten werden die Mitarbeiter der Firma Keller noch einige Schneid- und Verpressversuche durchführen, um auch im südlichen Hebungsbereich unter bestmöglichen Voraussetzungen arbeiten zu können. Zudem werden noch unmittelbar vor dem Start der Sanierung Messungen in den Erdwärmesonden vorgenommen, um für die erforderliche Erfolgskontrolle ein Vorher-Nachher-Bild zu bekommen.

Insgesamt werden im Heinrich-Heine-Weg acht Erdwärmebohrungen saniert. Wir rechnen daher mit einer Sanierungszeit von mehreren Monaten.
 
Nachuntersuchungen im nördlichen Bereich


Im nördlichen Hebungsbereich wurden die Arbeiten der Firma Keller an beiden Erdwärmesonden wie bereits angekündigt abgeschlossen. Insgesamt konnten rund 4.630 Liter Zementsuspension verpresst werden. Dies zeigt, dass die Erdwärmesonden tatsächlich in nennenswertem Umfang Hohlräume aufwiesen und nicht sachgerecht ausgeführt waren. Die Auswertung der geophysikalischen Nachuntersuchungen und der Vergleich zur Situation vorher zeigt auch, dass die ursprünglich vorhandenen Hohlräume im Ringraum der Sonden durch die Nachverpressung im Wesentlichen erfolgreich verfüllt wurden, so dass wir davon ausgehen, dass nun Längsläufigkeiten von Grundwasser entlang der Sondenrohre weitestgehend unterbunden sind. Das ist eine gute Nachricht und stimmt uns optimistisch für ein Abklingen der Hebungsraten in den kommenden Monaten.

Die jetzt durchgeführten Nachuntersuchungen zur Erfolgskontrolle haben allerdings an wenigen Stellen noch kein klares Bild ergeben. Messungen deuten darauf hin, dass möglicherweise punktuell noch kleinere Fehlstellen beispielsweise in Form von Mikrorissen bestehen. In Absprache mit dem Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau, dem Regierungspräsidium Stuttgart und den beteiligten Fachfirmen haben wir uns deshalb entschlossen, weitere Messungen durchzuführen, um die Situation im Untergrund besser und sicherer beurteilen zu können.

Aus diesem Grund müssen die Erdwärmebohrungen in der Siemensstraße zunächst weiter zugänglich bleiben. Der Großteil der Baustellengeräte der Firma Keller kann aber abgezogen werden. Dies war uns wichtig, um den Fortgang der Sanierungsarbeiten insgesamt nicht zu verzögern.

Sollten kleinere Nacharbeiten im Norden im Laufe des Jahres noch notwendig werden, informieren wir Sie rechtzeitig.

Bei Fragen, zögern Sie bitte nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen.

Ihr Amt für Wasserwirtschaft

Newsletter Ausgabe 31: Vorbereitungsarbeiten für Sanierung im Süden laufen an (15.01.2015)

Liebe Leserinnen und Leser,
 
die vorgesehenen Sanierungsmaßnahmen im Heinrich-Heine-Weg werden ab kommender Woche konkret Gestalt annehmen. Nachdem die Arbeiten im Norden voranschreiten, zeichnet sich der nachfolgende Fahrplan für den Südbereich ab.

Vorbereitende Maßnahmen und Baustelleneinrichtung

Ab kommenden Montag (19. Januar) wird das Baufeld im südlichen Hebungsgebiet von der Firma Brodbeck eingerichtet. Die Sanierung wird im Heinrich-Heine-Weg beginnen. Zunächst muss die Zugänglichkeit zu den acht Erdwärmebohrungen hergestellt werden. Die bestehenden Sonden sind freizulegen und den Erfordernissen entsprechend zu verlängern. Zur Gewährleistung der erforderlichen Stabilität werden Zugangsschächte gesetzt. Diese werden nach Abschluss der Arbeiten mit einem Schachtdeckel gesichert.
 
Als weiteres Element der Baustelleneinrichtung ist vorgesehen, Stellflächen für Baucontainer und Arbeitsmaterialien auf einem Streifen des angrenzenden Wiesengrundstücks vorzubereiten. Dies dient nicht zuletzt dazu, die Einschränkungen der Zugänglichkeit zu den Gebäuden auch im Sanierungszeitraum möglichst gering zu halten.
 
Eigentliche Sanierung

Für die Durchführung der Sanierungsarbeiten wurde die Firma Keller Grundbau beauftragt (wie bereits im letzten Newsletter berichtet). Sie führt gegenwärtig die Sanierungen im nördlichen Hebungsgebiet in Böblingen durch. Stand heute, können diese Sanierungsarbeiten hier Ende Januar/Anfang Februar abgeschlossen werden. Bei winterlicher Witterung kann es zu Verzögerungen kommen. Im Anschluss soll unmittelbar in den Heinrich-Heine-Weg umgesetzt werden.
 
Geophysikalische Untersuchungen

Die Firmen GTC (Karlsruhe), terratec (Heitersheim) und Voutta (Herrenberg) werden in unserem Auftrag begleitend geophysikalische Messungen durchführen. Diese sind für die Dokumentation und Erfolgskontrolle der Maßnahmen erforderlich.
 
Tiefe Erkundungsbohrung

Zur Erfassung von Gesteinsaufbau und Grundwasserverhältnissen ist – vergleichbar mit dem Nordgebiet – die Durchführung einer tieferen Bohrung (ca. 140 – 150 m Tiefe) erforderlich. Diese Bohrung ist in der Kniebisstraße vorgesehen. Die Firma Burkhardt wird nach Fertigstellung der Bohrung im Nordgebiet unmittelbar umsetzen und mit den Arbeiten im Süden beginnen.
 
Bei Fragen, zögern Sie bitte nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen.

Ihr Amt für Wasserwirtschaft

Newsletter Ausgabe 30: Veränderung Zeitplan Norden und Start Sanierung Süden (18.12.2014)

Liebe Leserinnen und Leser,

gestern hat sich der Landrat Roland Bernhard gemeinsam mit Oberbürgermeister Wolfgang Lützner ein Bild von der Sanierung der Erdwärmesonden im nördlichen Hebungsgebiet gemacht. Über die wichtigsten Informationen aus dieser Baustellenbesichtigung wollen wir Sie hier informieren:

1. Stand der Sanierung im nördlichen Hebungsbereich:
 
Die Sanierung einer der beiden schadhaften Bohrungen konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Der tiefere Teil der zweiten schadhaften Bohrung konnte ebenfalls bereits saniert werden. An dieser zweiten Bohrung wird ab dem 7.1.2015 weiter gearbeitet. Sofern kein starker Wintereinbruch zu Verzögerungen führt, hoffen wir, dass die Sanierungsarbeiten in der Siemensstraße bis etwa Anfang Februar abgeschlossen werden können

Landrat Bernhard (Mitte) im Gespräch mit Betroffenen an der Sanierungsbaustelle
Landrat Bernhard (Mitte), Oberbürgermeister Lützner (rechts) und Jochen Weinbrecht (links), Leiter des Amtes für Wasserwirtschaft, erläutern den Sanierungsstand


2. Erkundungsbohrung im nördlichen Hebungsgebiet:

 
Gerade um zu verhindern, dass von der tiefen Erkundungsbohrung selbst ein erhöhtes Ausführungsrisiko ausgeht, muss diese Bohrung mit größtem Aufwand und größter Sorgfalt durchgeführt werden. Die Bohrarbeiten wurden nun für die Weihnachtszeit unterbrochen und dann im kommenden Jahr ab dem 12.1.2015 fortgesetzt. Wir hoffen die Erkundungsbohrung dann nach weiteren 6 - 8 Wochen abschließen zu können.

3. Sanierung im südlichen Hebungsgebiet:

Der Landrat hat gestern bekannt gegeben, dass er die Aufträge zur Sanierung der Erdwärmesonden im Süden unterzeichnet hat. Dem Start der Sanierung dort nach den Arbeiten im Norden steht deshalb nichts mehr im Wege. Da es sich Stand heute dabei um insgesamt 15 Bohrungen handelt, wird sich der Sanierungszeitraum im Süden über das gesamte Jahr erstrecken. Zunächst werden wir mit der Sanierung der acht Bohrungen im Heinrich-Heine-Weg beginnen.

4. Weitere Grundwassermessstelle im Süden:

In Vorbereitung auf die durchzuführenden Sanierungsmaßnahmen im Heinrich-Heine-Weg wurde im Oktober eine Grundwassermessstelle im Heinrich-Heine-Weg eingerichtet. Diese hat eine Tiefe von 30,60 m. Sie war und ist erforderlich, um die Geologie und insbesondere auch um die Hydrogeologie am Standort erfassen und im Sanierungszeitraum beobachten zu können.
 
Bei den Bohrungen zu dieser Messstelle zeigte sich, dass oberflächennah zwei Grundwasserschichten getrennt zu betrachten sind. Das erste Grundwasserstockwerk befindet sich in ca. 16 m Tiefe (im Bereich des so genannten Schilfsandsteins), das zweite oberhalb des so genannten Gipsspiegels in ca. 30 m Tiefe. Mit der bereits bestehenden Messstelle wurde das Grundwasser in ca. 30 m Tiefe erschlossen.
 
Für die exakte Beurteilung der Situation ist es jedoch erforderlich, auch das oberflächennahe Grundwasser durch eine Messstelle zu erfassen. Dazu ist eine weitere, flache Bohrung mit ca. 17 m Tiefe erforderlich. Diese soll möglichst noch in dieser Woche durch die Fa. Burkhardt durchgeführt werden und nimmt ca. 2 Tage in Anspruch. Die ergänzende Bohrung soll ebenfalls im Parkplatzbereich im Heinrich-Heine-Weg ausgeführt werden.
 
Bei Fragen, zögern Sie bitte nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen.

Ihr Amt für Wasserwirtschaft

Newsletter Ausgabe 29: Einladung zu Glühwein und Imbiss an Sanierungsbaustelle (08.12.2014)

Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger,

seit Mitte Oktober läuft die Sanierung der schadhaften Erdwärmesonden, die im Norden von Böblingen mit den Erdhebungen im Zusammenhang stehen. Bereits am 7. November haben Ihnen Herr Weinbrecht, der Leiter meines Amtes für Wasserwirtschaft, und Vertreter der Firma Keller Grundbau sowie des Sachverständigenbüros Vees und Partner in einer Informationsveranstaltung der IGE die Technik der Sanierung erläutert. Die Sanierung schreitet seither voran.
 
Ich möchte mir nun vor Ort selbst ein Bild der eingesetzten Technik machen. Gleichzeitig ist es mir ein Anliegen, Sie am Ende dieses für Sie sicherlich schwierigen Jahres zu einer kleinen Zusammenkunft einzuladen. Dabei würde ich gerne mit Ihnen bei Glühwein und einem Imbiss ins Gespräch kommen und von Ihnen Ihre Sicht auf das Thema Erdhebungen erfahren. Zu beidem lade ich Sie herzlich ein am
 
Mittwoch, 17. Dezember, ab 14:00 bis ca. 15:30 Uhr
an der Sanierungsbaustelle, Siemensstraße in Böblingen.

 
Für unsere Planungen bitte ich Sie uns bis 10. Dezember eine Rückmeldung zu geben, ob Sie kommen können. Bitte richten Sie Ihre Rückmeldung per Mail an erdhebungen@lrabb.de oder telefonisch an Herrn Palmer unter 07031/663-2555.
 
Ich freue mich, wenn Sie dabei sein können.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr

Landrat Roland Bernhard

Newsletter Ausgabe 28: Stand Sanierung im Norden und Satellitenauswertung (21.11.2014)

Liebe Leserinnen und Leser,

nach der Baustelleneinrichtung für die Sanierung im Norden durch die Firma Keller und einer sorgfältigen Testphase (wir berichteten im letzten Newsletter) sind die eigentlichen Sanierungsarbeiten im nördlichen Hebungsgebiet in vollem Gange.
 
Gegenwärtig wird an der Erdwärmesonde 2 (EWS 2) im nördlichen Hebungsgebiet gearbeitet. Das Schlitzen des Sanierungsschlauches erfolgt von unten nach oben in Abständen von rund 1,5 Metern und einer Schlitzlänge von rund 30 Zentimetern. Nach dem Schlitzen der Sondenschläuche werden Druckprüfungen durchgeführt, um Hohlräume um die Erdwärmesonde herum zu lokalisieren. Diese werden dann durch Einpressen von Zement verschlossen. Im Moment ist eine Tiefe von rund 107 Metern unter Gelände in der EWS 2  erreicht. Je Arbeitstag können zwischen drei und vier Schlitz- und Verpressvorgänge durchgeführt werden. Der Arbeitsfortschritt ist aber auch von der Größe der jeweils zu versiegelnden Hohlräume abhängig und kann erheblich variieren. Ziel ist es nachwievor die Sanierungen im Nordbereich zum Jahreswechsel abschließen zu können.
 
Parallel wird weiter an der tiefen Erkundungsbohrung im Nordgebiet gearbeitet (auch darüber haben wir bereits im letzten Newsletter berichtet). Diese hat zwischenzeitlich eine Tiefe von rund 85 Metern erreicht. Die Arbeiten werden sukzessiv bis zum Erreichen der Zieltiefe in etwa 130 Metern Tiefe fortgesetzt.
 
Die Erkundungsbohrungen dienen nicht nur der genauen Erkundung des Gesteinsaufbaus, sondern insbesondere auch der Erkundung der Grundwasserverhältnisse. Die bisher vorliegenden Ergebnisse aus der bereits eingerichteten Bohrung in der Siemensstraße sowie der laufenden Bohrung zeigen, dass in der Tiefenlage bis 50 Metern zumindest zwei getrennte Grundwasserstockwerke ausgebildet sind. Mit der bereits abgeschlossenen  Bohrung in der Siemensstraße wurde Grundwasser in einer Tiefenlage zwischen 44 und 50 Metern im Gipskeuper erschlossen. Die Grundwasserstände werden durch eine  Messsonde permanent überwacht. In einem weiteren Schritt ist nun beabsichtigt Grundwasser mit einer zusätzlichen Bohrung in einer Tiefenlage von 12 bis 15 Metern unter Gelände zu erschließen. Diese Bohrung soll Ende des Monats ausgeführt werden.
 
Zwischenzeitlich liegen die Ergebnisse der satellitengestützen Vermessungen vor. In den beiden Abbildungen unten und im Anhang sind die Entwicklungen im Zeitraum zwischen Februar und September ersichtlich. Sie zeigen farblich abgesetzt die jeweiligen Hebungsbeträge. Das Messverfahren wurde mit im Vergleichszeitraum durchgeführten Messungen am Boden abgeglichen und weist eine sehr hohe Übereinstimmung auf. Die Messungen sowohl aus dem All als auch am Boden werden fortgesetzt.

Abbildung oben zeigt das nördliche Hebungsgebiet; unten das südliche Hebungsgebiet. Beide Bilder: © DLR e.V. 2014 & © Airbus DS Infoterra GmbH

Der Ablauf der weiteren Maßnahmen im Südgebiet ist vom Fortschritt der laufenden Arbeiten im Nordgebiet abhängig. Wir werden Sie über die weiteren Schritte wieder informieren.

Bei Fragen, zögern Sie bitte nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen.

Ihr Amt für Wasserwirtschaft

Newsletter Ausgabe 27: Aktueller Stand Sanierung und Erkundungsbohrungen (27.10.2014)

Liebe Leserinnen und Leser,

in dieser Woche startet die Firma Keller mit der eigentlichen Sanierung der Erdwärmebohrungen im nördlichen Hebungsgebiet. In den vergangenen beiden Wochen haben Mitarbeiter der Firma die Baustelle eingerichtet und Vorversuche durchgeführt (siehe Bilder in diesem Newsletter). Dazu wurden an der Oberfläche die Schneidinstrumente getestet. Ziel war es dabei die für diesen Einsatz notwendige Schneidgeschwindigkeit zu bestimmen.

Ebenso fanden Injektionsversuche statt, um zu prüfen, ob die zum Einsatz kommende Zementsuspension die gewünschten Eigenschaften aufweist und sich über die Schnitte in vermutete Hohlräume verpressen lässt. Alle Vorversuche konnten inzwischen erfolgreich abgeschlossen werden, sodass den eigentlichen Schneid- und Injektionsarbeiten an den beiden zu sanierenden Sonden jetzt nichts mehr im Wege steht. Sobald wir ein erste Aussage über den Verlauf der Sanierung treffen können, werden wir Sie informieren.

Bild oben: Einrichtung der Baustelle durch die Firma Keller
Bild unten: Schneidversuch an einem abgeschnittenen Sondenrohrpaar. Mit hohem Wasserdruck wird ein Rohrschenkel von innen geschlitzt und der Wasserschneidstrahl tritt durch den Schlitz aus.


Parallel konnten die Bohrungen für die vier flachen Grundwassermessstellen sowohl in der Siemensstraße im nördlichen Hebungsgebiet als auch im Heinrich-Heine-Weg, im Herdweg sowie im Gansseeweg im südlichen Hebungsgebiet abgeschlossen werden. Im Norden wurde die Bohrung auch bereits zu einer Grundwassermessstelle ausgebaut, im Süden wird dies noch erfolgen. Alle vier Bohrungen wurden bis zur Oberfläche des so genannten Gipsspiegels geführt. Die nun vorliegende, genaue Kenntnis über die Tiefenlage des Gipsspiegels ist eine wichtige Information für die anstehenden Sanierungsarbeiten.

Die Arbeiten der tiefen Erkundungsbohrungen sind ebenfalls angelaufen. Im Norden hatte die Firma Burkhardt damit bereits Anfang Oktober begonnen (wir hatten Sie darüber im letzten Newsletter informiert). Inzwischen ist diese Bohrung bereits in einer Tiefe von rund 60 Metern angelangt. Die kommenden 20 Meter Bohrstrecke erwarten wir mit Spannung, da hier vermutlich Anhydrit angetroffen wird. Auch hier werden wir Sie selbstverständlich über die Ergebnisse auf dem Laufenden halten. Die tiefen Erkundungsbohrungen liegen insgesamt im Zeitplan. Sofern keine unvorhergesehenen Verzögerungen auftreten, wird der Start der tiefen Erkundungsbohrung im südlichen Hebungsbereich voraussichtlich zum Jahreswechsel erfolgen können.

Bei Fragen, zögern Sie bitte nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen.

Ihr Amt für Wasserwirtschaft

Newsletter Ausgabe 26: Erste Erkundungsbohrung im Norden (02.10.2014)

Liebe Leserinnen und Leser,

ab kommenden Montag, den 6. Oktober, beginnen die Arbeiten für die zweite Erkundungsbohrung im nördlichen Hebungsgebiet. Der Bohransatzpunkt  befindet sich am Waldrand, gegenüber der Wohnhäuser Altinger Straße 18 und Siemensstraße 13.  Die Bohrarbeiten werden durch die Fa. Burkhardt durchgeführt und voraussichtlich bis Mitte November 2014 dauern.

Dabei wird die Bohrung bis zu einer Tiefe von ca. 130 m  Metern abgeteuft. Diese aufwändige Erkundungsbohrung dient dazu den Untergrund in diesem Bereich genauer zu untersuchen, damit die Ursache für die Hebungen möglichst auch rechtssicher nachgewiesen werden kann. Die Bohrung wird zu einer Grundwassermessstelle ausgebaut. Die hier dann möglichen Messungen sind ein wesentliches Element um später den Erfolg der Sanierung zu prüfen.

Inzwischen sind die Arbeiten für die Errichtung der ersten, flacheren Grundwassermessstelle im Norden weit vorangeschritten und werden in den nächsten Tagen  abgeschlossen. Die Bohrung wurde bis in eine Tiefe von 52,50 m unter Gelände hinab bis zur Oberfläche des so genannten Gipsspiegels geführt. Die nun vorliegende, genaue Kenntnis über die Tiefenlage des Gipsspiegels ist eine wichtige Information für die anstehenden Sanierungsarbeiten.

Die Firma Goller hat inzwischen bereits parallel begonnen eine flachere Grundwassermessstelle im südlichen Hebungsgebiet im Bereich des Heinrich-Heine-Wegs einzurichten.

Bei Fragen, zögern Sie bitte nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen.

Ihr Amt für Wasserwirtschaft

Newsletter Ausgabe 25: Starttermin für Sanierung im Norden steht fest (29.09.2014)

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

wir sind bei der Sanierung der beschädigten Erdwärmesonden einen wichtigen Schritt weiter. Nachdem ich im August die Aufträge für die Sanierung im nördlichen Hebungsgebiet in Böblingen unterschrieben habe, steht nun der Beginn der Sanierung für die beiden Bohrungen in diesem Bereich fest. Die Firma Keller wird am 13. Oktober mit der Baustelleneinrichtung beginnen. Voraussichtlich werden die Arbeiten an diesen beiden Bohrlöchern zum Jahresende abgeschlossen sein.

Ich bin der festen Überzeugung, dass wir mit der Firma Keller den richtigen Partner für diese schwierige Aufgabe ausgewählt haben. Sie wissen besser als ich, welche Bedeutung eine erfolgreiche Sanierung hat: Wir wollen die Hebungen so rasch als möglich zum Erliegen bringen und damit weitere Schäden an den Häusern verhindern.

Über den Verlauf der Sanierung werden wir Sie wie gehabt aktuell informieren. Gleichzeitig bereiten meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Amt für Wasserwirtschaft auch die sich unmittelbar anschließende Sanierung der Bohrlöcher im Süden vor. Seien Sie versichert, dass wir auch hier um eine Lösung bemüht sind, die sowohl möglichst rasch durchgeführt werden kann ohne dabei ein unnötiges Risiko bei der Qualität der Sanierung einzugehen. Auch darüber werden wir Sie laufend informieren.

Bereits begonnen hat die Firma Goller wie im letzten Newsletter angekündigt mit der Errichtung der Grundwassermessstellen.

Sie sehen, dass wir derzeit auf Hochtouren daran arbeiten, alle notwendigen Maßnahmen für die Sanierung zu realisieren.

Mit freundlichen Grüßen

Landrat Roland Bernhard

Newsletter Ausgabe 24: Ablauf der Sanierungen nacheinander (19.09.2014)

Liebe Leserinnen und Leser,

aufgrund einiger Nachfragen von Anwohnern im südlichen Hebungsbereich möchten wir nochmal darauf eingehen, warum die Sanierungen im Norden und Süden nicht gleichzeitig, sondern nacheinander durchgeführt werden müssen.
 
Für die Sanierung von Erdwärmesonden gibt es kein allgemeingültiges Verfahren oder einen bekannten Stand der Technik. Die Zahl der bislang durchgeführten Sanierungen von Erdwärmebohrungen ist sehr überschaubar (u.a. Staufen, Leonberg, Renningen, Rudersberg). Die Umstände der Sanierungen dort haben sich teilweise stark unterschieden (Hebungen; Setzungen; artesisch gespanntes Grundwasser).
 
Jeder Einzelfall ist für sich zu betrachten und genau zu prüfen. Für jeden Sanierungsfall ist die speziell für den jeweiligen Sachverhalt geeignete Sanierungsmethode auszuwählen. Dies bedeutet intensive Vorbereitung, die viel Zeit kostet. Zumal wir bei jedem Bohrloch nicht beliebig viele Versuche zur Sanierung haben.

Die Experten sind im Rahmen der Überprüfung und Bewertung der in Betracht kommenden Sanierungsmaßnahmen anhand der Untersuchungsergebnisse zum Ergebnis gekommen, dass im nördlichen und südlichen Hebungsbereich das so genannte „minimalinvasive“ Verfahren zum Einsatz kommen soll. Diese Methode ist auch im Rahmen der Sanierung der Erdwärmesonden in Staufen zum Einsatz gekommen. Details zum Schadensfall Staufen können Sie hier nachlesen.

Im Rahmen dieser Sanierung wurde dieses Sanierungsverfahren durch die Firma Keller Grundbau GmbH in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) entwickelt und durch umfangreiche Voruntersuchungen erprobt. Staufen ist bislang der einzige Schadensfall in dem eine solche „minimalinvasive“ Sanierung bis in Tiefen von rund 100 Metern durchgeführt worden ist.

Die Firma Keller wurde daher durch das Landratsamt im Rahmen der Durchführung der Sanierung in unmittelbarer Ausführung für die Sanierungsmaßnahmen im nördlichen Bereich beauftragt. Die Mitarbeiter, die die Arbeiten in Staufen durchgeführt haben, sind noch bei Keller tätig. Genau diese Mitarbeiter, die die notwendigen Kenntnisse und Erfahrungen für diese technisch komplexe Aufgabe erworben haben, sollen auf Vorgabe von LGRB, Landratsamt und den Sachverständigen auch bei den Sanierungsmaßnahmen in Böblingen zum Einsatz kommen.

Die Sanierung der Erdwärmesondenbohrungen kann nicht in beiden Hebungsgebieten gleichzeitig erfolgen. Zum Einen können die erfahrenen Mitarbeiter nicht an zwei Baustellen gleichzeitig arbeiten, zum anderen sind auch die für die Sanierung erforderlichen Spezialgeräte nicht mehrfach vorhanden. Alle Vorbereitungsmaßnahmen werden schon jetzt erledigt, damit die Sanierung im südlichen Hebungsbereich ohne zeitliche Verzögerungen im Anschluss an die Sanierung im nördlichen Hebungsbereich beginnen kann.

Wir lassen aber ergänzend dazu nichts unversucht, um auch alternative Möglichkeiten auszuloten. Wir prüfen parallel gemeinsam mit unserem Sachverständigenbüro und dem LGRB, ob im Süden auch andere Spezialfirmen für die Schneid- und Injektionsarbeiten in Frage kommen könnten.
 
Noch ein Hinweis zum weiteren Ablauf: Die bereits kommunizierte Erstellung der Grundwassermesstellen in Böblingen durch die Firma Goller Bohrtechnik beginnt am kommenden Montag. Außerdem haben wir noch einige Fragen und Antworten auf unserer Webseite ergänzt, die Sie auch hier im Newsletter unten finden.
 
Bei Fragen, zögern Sie bitte nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen.
 
Ihr Amt für Wasserwirtschaft
 

Folgende Fragen und Antworten haben wir in unseren FAQ’s aktualisiert:
 
Wie viele Erdwärmebohrungen im gesamten Gebiet der Stadt Böblingen sind dem Landratsamt bekannt?
 
Auf der gesamten Markungsfläche von Böblingen (einschließlich Dagersheim) gibt es 78 Standorte mit Geothermiebohrungen. 60 Standorte mit insgesamt 200 Bohrungen befinden sich im Bereich der Kernstadt Böblingen.
 
Wie viele dieser Bohrungen gehen tiefer als 100 m und in welchen Gebieten befinden sich diese?
 
Von den 200 Bohrungen in der Kernstadt haben 34 Bohrungen eine Tiefe von 100 Metern oder mehr. Die Mehrzahl dieser Bohrungen befinden sich in den Stadtgebieten östlich bzw. nordöstlich einer Linie Unterer See – Oberer See – Murkenbach
 
In welchen Stadtgebieten Böblingens sind Geothermiebohrungen erfolgt und wie verteilen sich diese zahlenmäßig?
 
Mehr als 170 der 200 Bohrungen konzentrieren sich in denjenigen Stadtgebieten, die östlich bzw. nordöstlich einer Linie Unterer See – Oberer See – Murkenbach liegen. Die restlichen Bohrungen finden sich vereinzelt über die Stadt verteilt.
 
Gibt es zur Zeit Anträge/Anzeigen von beabsichtigten Erdwärmebohrungen? Wenn ja wo?
 
Landrat Roland Bernhard hat für den Landkreis Böblingen ein Verbot von Geothermiebohrungen im Gipskeuper erwirkt. Entsprechende Gebiete sind als rote Gebiete in der Ampelkarte dargestellt. Danach sind neue Geothermiebohrungen im gesamten Stadtgebiet von Böblingen verboten. Da die neue Zulassungspraxis ausführlich kommuniziert wurde, sind seither weder Anträge noch Anzeigen für neue Geothermiebohrungen im Gipskeuper im Landratsamt Böblingen eingegangen.
 
Wie viele Erdwärmesonden müssen nach jetzigem Kenntnisstand saniert werden?
 
Sämtliche bislang untersuchten Sonden (insgesamt 17) sind sanierungsrelevant.
Nördlicher Hebungsbereich: 2
Südlicher Hebungsbereich: 15
 
Wann soll laut Planung mit den Sanierungsarbeiten begonnen werden?
 
Die Planung der Sanierungsarbeiten im nördlichen Hebungsbereich ist zu großen Teilen bereits umgesetzt. Vorbereitende Maßnahmen werden im September ausgeführt. Die Luftbildauswertungen auf Kampfmittel für sämtliche Bereiche, in denen die flacheren und tiefen Erkundungsbohrungen vorgesehen sind, liegen bereits vor. Die Luftbildauswertung hat ergeben, dass in den untersuchten Bereichen keine Anhaltspunkte für das Vorhandensein von Sprengbomben-Blindgängern vorhanden sind und keine Notwendigkeit besteht, den Kampfmittelbeseitigungsdienst Baden-Württemberg zu weiteren Erkundungen einzuschalten. Die vorgesehenen Arbeiten können daher nach Auskunft der beauftragten Firma ohne weitere Auflagen durchgeführt werden. Die eigentlichen Sanierungsmaßnahen im nördlichen Bereich beginnen im Oktober 2014.
 
Die Sanierungsarbeiten im südlichen Hebungsbereich werden sich zeitlich an die Sanierung im nördlichen Bereich anschließen und voraussichtlich im Januar 2015 beginnen. Die sanierungsbegleitenden Arbeiten im südlichen Bereich werden daher so terminiert, dass sie auf diesen Zeitpunkt abgestimmt sind.
 
Wann sollen laut Planung die Sanierungsarbeiten beendet sein?
 
Die Sanierungsarbeiten im nördlichen Bereich werden voraussichtlich im Dezember 2014 beendet sein. Die Sanierungsmaßnahmen im südlichen Bereich werden voraussichtlich im Januar 2015 beginnen. Die Sanierungsmaßnahmen in diesem Bereich werden voraussichtlich länger dauern, da 8 Sonden auf 4 Standorten zu sanieren sind. Die Vorbereitungsmaßnahmen für das notwendige „Maßnahmenbündel“ laufen seit der Feststellung der Sanierungsrelevanz im Rahmen der Expertenrunde am 4. September auch für den Bereich Schliffkopfweg / Herdweg an. Die für den südlichen Hebungsbereich ohnehin vorgesehene tiefe Erkundungsbohrung soll im Vorfeld der eigentlichen Sanierungen noch konkretere Erkenntnisse zum geologischen Aufbau und den hydraulischen Verhältnissen liefern. Wir werden Sie informieren, sobald wir zu diesem Bereich konkretere Angaben machen können.

Newsletter Ausgabe 23: Sieben weitere Bohrungen untersucht (12.09.2014)

Liebe Leserinnen und Leser,
 
wir haben Sie bereits in Newsletter Nr. 22 darüber informiert, dass die Messungen an den Erdwärmesonden im südlichen Hebungsbereich (Bereich Schliffkopfweg/Herdweg) nun abgeschlossen und durch das Fachbüro ausgewertet und ausgearbeitet worden sind.
 
Am Donnerstag (4. September) hat sich im Landratsamt Böblingen eine Expertenrunde zu den Erdhebungen in Böblingen getroffen. An der Besprechung teilgenommen haben Vertreter von Umweltministerium, Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau, Regierungspräsidium, dem Landratsamt, den beteiligten Fachbüros, der Interessensgemeinschaft, Eigentümer, der Stadt Böblingen und der Bohrfirma.
Die Experten haben die Messergebnisse von sieben weiteren Bohrungen an drei Standorten im südlichen Hebungsgebiet – Bereich Schliffkopfweg/Herdweg – bewertet. In einem der sieben jetzt untersuchten Bohrlöcher konnte mit dem Messgerät für die Dichte-Anomalie-Messungen nicht bis zur Endtiefe vorgedrungen werden. Alle weiteren vorgesehenen Messungen konnten jedoch vollumfänglich durchgeführt werden.
 
Die Befunde zeigen nach Auffassung der Experten, dass alle sieben Sonden als sanierungsrelevant einzustufen sind. Die Signifikanz der in den Messergebnissen aufgezeigten Fehlstellen / Dichteauflockerungen war im Vergleich zu den bislang untersuchten Bohrungen geringer. Aus Sicht der Experten kann jedoch in keiner Sonde eine vollständige abdichtende Wirkung der Ringraumhinterfüllung bejaht werden. Das Vorkommen/Fließen von Wasser – wenn auch in geringen Mengen - kann nicht ausgeschlossen werden.
 
Die Vorbereitungsmaßnahmen für das bereits in unserem letzten Newsletter kommunizierte „Maßnahmenbündel“ werden nun auch für diese Erdwärmesondenbohrungen anlaufen. Die für den südlichen Hebungsbereich ohnehin vorgesehene tiefe Erkundungsbohrung soll im Vorfeld der eigentlichen Sanierungen noch konkretere Erkenntnisse zum geologischen Aufbau und den hydraulischen Verhältnissen liefern.
 
Ihr Amt für Wasserwirtschaft

Newsletter Ausgabe 22: Landrat unterzeichnet Sanierungsaufträge (04.09.2014)

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
 
mit den Vorbereitungen der Sanierungsmaßnahmen sind wir seit unserem letzten Newsletter entscheidende Schritte weitergekommen. Darüber möchte ich Sie heute ausführlich informieren. Trotz der sehr schwierigen technischen Herausforderungen liegen wir entgegen mancher Stimmen voll im Zeitplan, wie er bereits beim Besuch von Herrn Minister Untersteller am 4. Juli vor Ort und in unseren Pressemitteilungen und Newslettern danach kommuniziert wurde.
 
Wir haben schon berichtet, dass wir mit Prof. Dr-Ing. E. Vees und Partner Baugrundinstitut GmbH ein Sachverständigenbüro mit ausgewiesenem Know-How zur ergänzenden fachtechnischen Unterstützung beauftragt haben. Dieses Büro war bereits mit anderen Geothermieschadensfällen befasst und ist von uns beauftragt, die komplexen technischen Vorbereitungen in enger Abstimmung mit dem Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) und meinem Amt für Wasserwirtschaft durchzuführen. Die Fachleute haben in den vergangenen Wochen mit Hochdruck nach Firmen gesucht, die die sehr speziellen Sanierungs- und Überwachungsaufgaben durchführen können. Dazu mussten die geforderten Leistungen zunächst in teilweise umfangreichen Leistungsverzeichnissen und Anforderungsprofilen definiert werden. Geothermiebohrungen wurden bisher nur in Einzelfällen wie Staufen, Rudersberg und Leonberg saniert. Daher gibt es für die Sanierungsverfahren auch keine vorgefertigten Standards oder Regeln der Technik, jeder Schadensfall muss für sich geprüft werden. Für die Bearbeitung der verschiedenen Aufgabenfelder haben wir sehr fähige Firmen mit der nötigen Expertise gefunden.
 
Die anstehenden und bereits laufenden Maßnahmen möchte ich im Folgenden strukturieren in die, die in allen Hebungsgebieten parallel durchgeführt werden und jene, die schrittweise zunächst im nördlichen und danach im südlichen Hebungsgebiet ausgeführt werden müssen.
 
Alle Hebungsgebiete
 
In allen Hebungsgebieten führen wir die Höhenmessungen fort. Wir können damit zum Einen die weitere Ausdehnung der Hebungsgebiete feststellen. Zum Anderen dienen uns die Messungen der Erfolgskontrolle. Wir gehen davon aus, dass wir den Erfolg der Sanierung durch die erwarteten verminderten bzw. gestoppten Hebungen dokumentieren können. Mit der Beobachtung der Hebungen haben wir zwei Firmen beauftragt:
 
Um einen größeren Überblick über die Hebungen zu erhalten, setzen wir zukünftig anstelle der Laserscanbefliegung auf eine innovative Satellitenüberwachung. Dies hat den Vorteil, dass sich die Höhenveränderungen per Satellit mit größerer Genauigkeit bestimmen lassen. Wir können Ihnen daher zukünftig eine noch genauere Karte präsentieren. „Unser“ Satellit hat die Böblinger Hebungsgebiete seit Februar 2014 im Blick, die beauftragte Firma Infoterra GmbH kann uns eine erste Auswertung der Daten bis Jahresende liefern. Ich sage Ihnen zu, diese Karte dann umgehend zu veröffentlichen.
 
Auf terrestrische Präzisionsmessungen können und wollen wir auch weiterhin nicht verzichten, auch um die Daten aus der Satellitenüberwachung damit abzugleichen. Wir haben daher das bereits bisher in den Hebungsgebieten arbeitende Vermessungsbüro Intermetric GmbH beauftragt, Vermessungsarbeiten in ausgewählten Straßenachsen in den Hebungsgebieten im halbjährlichen Rhythmus durchzuführen. Die Firma führt derzeit bereits vor Ort Messungen durch. Leider eignen sich die genauen Höhendaten aus den vermessenen Straßenachsen nicht für eine flächenhafte Darstellung in einer Karte. Wir werden aber dennoch versuchen diese Daten so aufzubereiten, dass wir sie Ihnen zur Verfügung stellen können, sobald sie uns vorliegen.
 
Ebenfalls bereits beauftragt haben wir die Firma Goller GmbH mit der Erstellung von vier flacheren Erkundungsbohrungen (40m tief). Sie dienen im Wesentlichen zur Erfolgskontrolle der Sanierung. Jeweils eine dieser Bohrungen wird voraussichtlich noch im September in der Siemensstraße, im Heinrich-Heine-Weg, im Bereich Schliffkopfweg / Herdweg sowie im Bereich Ganssee niedergebracht. Die Bohrungen werden zu Grundwassermessstellen ausgebaut. Die Standorte werden nicht auf Privatgrundstücken, sondern in den öffentlichen Straßenflächen liegen, um auch in den kommenden Jahren die Grundwasserstände problemlos messen zu können. Die Bohrungen müssen vor den eigentlichen Sanierungen durchgeführt werden. Sie werden im Übrigen mit einem klassischen Bohrverfahren als Kernbohrung niedergebracht und sind nicht mit Geothermiebohrungen vergleichbar. Von ihnen geht keine Gefahr für die Anwohner aus.
 
Wir benötigen ferner zwei 140m tiefe Erkundungsbohrungen, davon jeweils eine im nördlichen und im südlichen Hebungsgebiet. Mit ihnen können die tatsächlichen Gesteinsverhältnisse und Grundwasservorkommen im Untergrund erstmals richtig erfasst und damit vermutete Quellvorgänge auch erklärt werden. Außerdem sind diese Bohrungen ein weiterer wichtiger Baustein zur Dokumentation des Sanierungserfolgs. Im nördlichen Hebungsgebiet wird die tiefe Erkundungsbohrung im Bereich der Siemensstraße, im südlichen Hebungsgebiet im Bereich des Heinrich-Heine-Wegs erstellt, jeweils in den öffentlichen Straßenflächen. Wir haben Ihnen bereits mitgeteilt, dass es eine große technische Herausforderung ist, solch tiefe Bohrungen im quellenden Gebirge niederzubringen. Ich bin daher froh, dass wir im Zuge unserer Leistungsabfragen eine Spezialfirma gefunden haben, der wir diese Arbeiten zutrauen. Bevor wir der Firma einen Auftrag erteilen, müssen aber noch mehrere technische Detailfragen geklärt werden. In der Vorbereitung dieser Bohrungen steht die Sicherheit an erster Stelle. Über das weitere Vorgehen werden wir Sie in einem der folgenden Newsletter informieren. Die Erstellung der tiefen Erkundungsbohrung wird die Sanierungen der schadhaften Geothermiebohrungen im Übrigen nicht verzögern. Diese Maßnahme ist zeitlich unabhängig von der Sanierung der schadhaften Geothermiebohrungen.
 
An allen geplanten Standorten der Erkundungsbohrungen müssen wir auch Luftbildauswertungen auf Kampfmittel durchführen lassen. Diese sind ebenfalls bereits beauftragt (Fa. Hinkelbein).
 
Nördliches Hebungsgebiet
 
Im nördlichen Hebungsgebiet gehen wir weiterhin davon aus, dass wir in der zweiten Oktoberhälfte 2014 mit den eigentlichen Sanierungsmaßnahmen der beiden schadhaften Geothermiebohrungen in der Siemensstraße beginnen werden.
 
Ich habe Ende letzter Woche den Hauptauftrag an die Firma Keller Grundbau GmbH unterzeichnet, die die Schneid- und Injektionsarbeiten für das minimalinvasive Verpressen der Fehlstellen in den Bohrlöchern für uns ausführen wird. Ich bin sehr zuversichtlich, dass uns die Sanierung gelingt, denn wir haben die Firma mit dem größten Know-How auf diesem Gebiet gewinnen können. Sie hat die schadhaften Bohrlöcher in Staufen erfolgreich saniert, daher vertraue ich ihr, dass sie auch die Bohrlöcher in der Siemensstraße zügig und fachmännisch sanieren wird. Es ist vorgesehen, die Sanierung der beiden Bohrlöcher bis Weihnachten 2014 abzuschließen. Mitarbeiter meines Amtes für Wasserwirtschaft und der Firma waren schon vor Ort, um mit den Beteiligten den Bauablauf zu klären. Wir sind hier auf einem guten Weg.
 
Vor der eigentlichen Sanierung ist es erforderlich, eigene Beweissicherungen durchzuführen. Ich habe auch hier Ende letzter Woche einen Auftrag an die Firma Henke und Partner GmbH unterzeichnet, die für das Landratsamt ab Mitte September 2014 an 31 genau bezeichneten Gebäuden um den Sanierungsstandort den derzeitigen Zustand dokumentiert. Auch wenn nicht zu erwarten ist, dass im Zusammenhang mit den Sanierungen weitere Schäden entstehen, gehört eine entsprechende Absicherung zum Pflichtenkreis eines Auftraggebers.
 
Als sanierungsbegleitende Maßnahme ist es ferner notwendig, vor, während und nach der Sanierung weitere geophysikalische Arbeiten / Messungen durchzuführen. Hierfür sind sehr spezielle Leistungen zu beauftragen. Es war uns nicht möglich, diese aus einer Hand zu bekommen. Mein Amt für Wasserwirtschaft steht in engem Kontakt mit dem Sachverständigenbüro und dem LGRB, um voraussichtlich drei unterschiedliche Firmen mit einzelnen Teilleistungen zu beauftragen. Es handelt sich hierbei u. a. um Temperaturmessungen in den zu sanierenden Sondenschläuchen, um die Messung der Vertikalität der zu sanierenden Sonden und um den Einzug faseroptischer Kabel in die schadhaften Sondenschläuche. Die faseroptischen Kabel geben uns die Möglichkeit, auch dann noch Temperaturmessungen im Bohrloch durchzuführen, wenn die Sondenschläuche möglicherweise zusätzlich beeinträchtigt bzw. verdrückt werden sollten. Diese Arbeiten sollen Anfang Oktober 2014 vor den eigentlichen Schneid- und Injektionsmaßnahmen beginnen.
 
Schließlich muss gewährleistet sein, dass der Eigentümer der Erdwärmesonden vor Beginn der eigentlichen Sanierungsmaßnahmen eine Ersatzwärmeversorgung installiert, da die bisherige Heizung dann nicht mehr weiterbetrieben werden kann. Konstruktive Gespräche hierüber haben bereits stattgefunden, sodass ich sehr zuversichtlich bin, dass die Firmen, die auf dem Grundstück die vorbereitenden Sanierungsmaßnahmen durchführen werden, rechtzeitig im September Zugang zu den Sonden erhalten.
 
Südliches Hebungsgebiet
 
Liebe Leserinnen und Leser auch im südlichen Hebungsgebiet werden wir „den Druck drin lassen“. Die Vorbereitungen laufen hier ebenfalls auf Hochtouren. Inhaltlich wird das zu beauftragende Maßnahmenbündel im Wesentlichen den Erfordernissen im nördlichen Bereich entsprechen, wir haben es im Süden aber mit viel mehr sanierungsbedürftigen Bohrungen zu tun. Dies macht die Baustellenlogistik und die Ablaufkoordination der Sanierungen noch komplexer.
 
Es wurden teilweise Stimmen laut, dass wir als Feuerwehr einen Brand zu löschen hätten, diesem aber nur mit einem Löschzug begegnen würden.
 
Liebe Leserinnen und Leser, ich kann Ihnen versichern, ich würde sofort mehrere Löschzüge und entsprechend mehr Feuerwehrleute einsetzen, wenn es diese gäbe. Wir haben es hier aber nicht mit einem gewöhnlichen Brand zu tun, den jede Dorffeuerwehr löschen kann.
Stand heute ist uns nur eine Firma bekannt, die diesen besonderen Brand löschen kann. Ihre Kompetenz hat sie in Staufen bei der „minimalinvasiven“ Sanierung von Erdwärmesonden bis in Tiefen von über 100m nachgewiesen, zudem verfügt sie als einzige Firma über die gerätetechnische Spezialausstattung und das entsprechend geschulte und erfahrene Personal.
Leider ist diese Firma aus logistischen Gründen nicht in der Lage, die sehr speziellen Schneid- und Injektionsarbeiten an zwei Stellen gleichzeitig durchzuführen. Dies liegt auch daran, dass die Firma auf die Mitarbeiter setzen muss, die bereits durch ihre Tätigkeit im Rahmen der Sanierungsmaßnahmen in Staufen besonders wertvolle Erfahrungen mit dieser ungewöhnlichen Sanierungstechnik gesammelt haben. Uns bleibt daher nichts anderes übrig als schrittweise vorzugehen.
 
Die eigentlichen Sanierungen der schadhaften Geothermiebohrungen im südlichen Hebungsgebiet werden sich daher zeitlich an die Sanierung im nördlichen Bereich anschließen und damit - je nach Arbeitsfortschritt im Norden- voraussichtlich im Januar 2015 beginnen. Um jedoch nichts unversucht zu lassen und sämtliche Möglichkeiten auszuloten, prüfen wir gemeinsam mit unserem Sachverständigenbüro und dem LGRB parallel, ob im Süden evtl. auch andere Spezialfirmen für die Schneid- und Injektionsarbeiten in Frage kommen. Dies ist denkbar, da die zu sanierenden Bohrungen hier weniger tief und besser zugänglich sind. Spätestens im Oktober 2014 soll endgültig feststehen, welche Firma im Süden den Auftrag erhält, sodass hierdurch kein Zeitverzug entsteht.
 
Die weiteren sanierungsbegleitenden Arbeiten im Süden werden so terminiert, dass sie auf den oben dargelegten Beginn der Schneid- und Injektionsarbeiten im Januar 2015 abgestimmt sind. Derzeit sind wir dabei, die Beweissicherung für die Sanierungsmaßnahmen im Heinrich-Heine-Weg zu vergeben. Diese werden im Herbst 2014 durchgeführt. Mit den Eigentümern der Erdwärmesonden im Heinrich-Heine-Weg wird derzeit außerdem an einer konstruktiven Lösung für eine Ersatzwärmeversorgung gearbeitet. Nach der Klärung dieser Frage sollen sich ergänzende geophysikalischen Arbeiten / Messungen in den Sonden anschließen.
 
Zuletzt möchte ich Sie noch darüber informieren, dass die geophysikalischen Voruntersuchungen weiterer sieben Sonden im Bereich Schliffkopfweg / Herdweg inzwischen abgeschlossen sind und derzeit vom beauftragten Büro ausgewertet und aufbereitet werden. Wir werden Ihnen zum Zustand der untersuchten Sonden in einem weiteren Newsletter spätestens in 2 Wochen nähere Informationen geben können.
 
Mit freundlichen Grüßen
Ihr

Landrat Roland Bernhard

Newsletter Ausgabe 21: Vorbereitung für Sanierung im Nordgebiet angelaufen (30.07.2014)

Liebe Leserinnen und Leser,

Anfang Juli haben Landrat Roland Bernhard und Umweltminister Franz Untersteller angekündigt, dass die Sanierung der ersten Erdwärmebohrungen noch in diesem Herbst starten soll. Derzeit arbeiten wir im Landratsamt mit Hochdruck an den Vorbereitungen, so dass dies auch gelingen kann.

Wir gehen im nördlichen Hebungsgebiet von einem Start im Oktober aus. Vor der eigentlichen Sanierung muss die Baustellenlogistik vorbereitet werden. Noch stärker als bei den Untersuchungen der Bohrungen sind hier viele Projektbeteiligte zu koordinieren. Zum Beispiel werden dafür Stellflächen für Ausrüstung und Materialien gebraucht. Dazu fanden zuletzt Abstimmungsgespräche mit Vertretern von Stadt, Stadtwerken und Ordnungsamt statt.

Das Büro Vees aus Leinfelden-Echterdingen wird für uns als Sachverständigenbüro die Vorbereitung und fachlichen Begleitung der umfangreichen sanierungsbegleitenden Maßnahmen durchführen. Für die eigentlichen Sanierungsarbeiten im Nordbereich steht die Spezialfirma bereit, die auch die Geothermiebohrungen in Staufen erfolgreich saniert hat. Bevor sie beginnen kann, muss ein ganzes Bündel begleitender Maßnahmen in Angriff genommen werden. Diese sollen insbesondere die Vorher-Nachher-Situation abbilden und damit der Beweissicherung und Erfolgskontrolle dienen:

- Es müssen dazu weitere Hebungsmessungen in den Schadensgebieten und eine Auswertung von Satellitendaten beauftragt werden. Hier wird der Startschuss in den nächsten Tagen erfolgen.

- Zudem sind weitere Messungen in den Erdsonden erforderlich, die vor, während und nach den eigentlichen Sanierungen stattfinden. In die Sonden werden dabei auch sogenannte faseroptische Kabel eingelassen. Diese erlauben eine langfristige Beobachtung der Untergrundtemperaturen auch im Nachgang der Sanierungsmaßnahmen und dienen damit der Erfolgskontrolle.

- Voraussetzung für eine sichere und zielgerichtete Sanierung ist auch, dass die oberflächennahe Grundwassersituation bestens erkundet ist. Daher sollen auf Empfehlung des Landesamtes für Geologie und des Sachverständigenbüros vor den Sanierungen Grundwassermessstellen eingerichtet werden. Diese ermöglichen eine Beobachtung der Grundwasserverhältnisse vor und nach der Sanierung. Dafür laufen die Vorbereitungen. Geplant ist, eine dafür notwendige Bohrung im nördlichen Hebungsgebiet und bis zu drei Bohrungen im Südgebiet bereits im September durchzuführen.

- Beweissicherungen in beiden Hebungsgebieten im Umfeld der Bohrungen sollen die Ist-Situation festschreiben und so die Anwohner, Unternehmer und das Landratsamt absichern. Auch diese stehen unmittelbar an. Hier können bereits vorliegende Daten aus privaten Gutachten mit einbezogen werden.

- Und nicht zuletzt wird es erforderlich sein in beiden Hebungsgebieten Erkundungsbohrungen  bis zu 130 Meter Tiefe durchzuführen. Nur mit Hilfe einer unter Fachleuten und Spezialfirmen präzise abgestimmten Vorgehensweise – unter Beachtung der besonderen Situation in quellendem Gebirge und großer Sorgfalt – können entsprechende Bohrungen erfolgreich durchgeführt werden. Sie sind jedoch – und da sind sich alle Experten einig – unerlässlich um eine genaue Ursachenermittlung durchführen zu können. Diese tieferen Bohrungen können parallel oder im Nachgang zu den eigentlichen Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden. Die Vorbereitungen – ebenfalls unter der fachkundigen Begleitung des Büros Vees – sind bereits angelaufen.
 
Die technischen Vorbereitungen für die Sanierungen im Südgebiet sind ebenfalls bereits angelaufen. Inhaltlich wird ein ähnliches Maßnahmenbündel erforderlich werden wie im Norden. Viele der Einzelmaßnahmen können jedoch aus logistischen Gründen erst im Anschluss an die Sanierungen im Norden umgesetzt werden. Hier sind auf Grund der Anzahl der zu sanierenden Bohrungen umfangreichere und noch komplexere Vorbereitungen erforderlich.

Derzeit laufen auch noch die letzten Untersuchungen an insgesamt sieben Erdwärmesonden im Südgebiet. Sie sollen Mitte August abgeschlossen sein. Über die Ergebnisse informieren wir Sie zeitnah.
 
Ihr Amt für Wasserwirtschaft

Newsletter Ausgabe 20: Landrat ermahnt Allianz Schäden zu übernehmen (24.06.2014)

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
 
aufgrund von zahlreichen Schadensfällen im Stadtgebiet von Böblingen  habe ich mich beim Versicherer der Bohrfirma für eine rasche Hilfezusage stark gemacht und diese in einem Schreiben aufgefordert  finanzielle Zusagen auszusprechen, um den unerträglichen Schwebezustand für die Betroffenen zu beenden.
 
Ich habe mir vor Ort bereits selbst ein Bild über die Schäden gemacht. Diese Bilder lassen niemanden kalt. 200 Familien, die hart für ihr Eigentum gespart haben und deren Wohneigentum mitunter auch für die private Altersvorsorge vorgesehen ist. Sie brauchen endlich Sicherheit bei der Schadensregulierung ihrer Häuser.
 
Die Allianz, als „führender Versicherer im deutschen Markt“ steht hier in der Pflicht eine zeitnahe Zusage zur Schadensregulierung zu treffen. Die Betroffenen sind ohne eigene Schuld in diese Lage geraten und können sich gegen weitere Schäden an ihren Häusern nicht wehren sondern müssen ohnmächtig zusehen, wie sich die Risse an ihren Häusern vergrößern.
 
Die angeblich noch offene Frage der Kausalität der Erdwärmesondenbohrungen für die Hebungen und damit für die Schäden lasse ich nicht als Grund für das Hinauszögern der Zusage der Schadensregulierung gelten. Natürliche Ursachen kommen Experten zufolge für die Schäden genauso wenig in Betracht wie die Bohrungen für das angrenzende Thermalbad. Geophysikalische Untersuchungen der Erdwärmesonden ergaben hingegen in beiden Hebungsbereichen, dass die Hinterfüllungen mehrerer Erdwärmesonden undicht sind. Mehrere Messungen in den Quartieren zeigen einen eindeutigen Zusammenhang zwischen den Erdwärmesondenbohrungen und den Hebungen auf. Ich habe in meinem Schreiben an die Allianz appelliert, sich diesen Tatsachen nicht zu verschließen und hier rasch zu handeln!
 
Mit freundlichen Grüßen
Ihr

Landrat Roland Bernhard

Newsletter Ausgabe 19: Geänderte Ampelkarte für den Landkreis Böblingen (16.06.2014)

Liebe Leserinnen und Leser,

angesichts der aktuellen Schadensfälle durch Erdwärmebohrungen in Böblingen hat der Landrat für den Kreis ein generelles Verbot von Erdwärmebohrungen im Gipskeuper durchgesetzt. Das Umweltministerium des Landes Baden-Württemberg trägt diese Entscheidung mit. Das Landratsamt hat die Ampelkarte für den Landkreis deshalb neu aufgelegt.

Weite Teile der Gebiete im Landkreis, die bisher gelb hinterlegt waren, werden deshalb auf rot gestellt. Das bedeutet, dass in diesen Gebieten künftig auch im Einzelfall keine Geothermiebohrungen mehr zugelassen werden, weil dort gips- oder anhydrithaltige Schichten in für Erdwärmeanlagen relevanten Tiefen nicht ausgeschlossen werden können. Die Änderungen betreffen insbesondere große Teile von Leonberg, Renningen, Magstadt, Sindelfingen, Böblingen und Herrenberg. In Böblingen sind wegen der Erdhebungen bereits seit längerer Zeit keine Bohrungen mehr möglich.
 
In grünen Gebieten sind die riskanten Gesteinsschichten des Gipskeupers im Untergrund nicht vorhanden (westliches Kreisgebiet) oder kommen nicht in den oberflächennahen Schichten bis 100 Meter Tiefe vor (südöstliches Kreisgebiet). Damit kann es dort selbst bei fehlerhaft durchgeführten Bohrungen für Erdwärmeanlagen nicht zu Quell- und Hebungsprozessen kommen, wie sie derzeit im Nordosten von Böblingen stattfinden.
 
In den wenigen, weiterhin gelb ausgewiesenen Gebieten werden nach wie vor erhöhte Anforderungen an die Bohrungen gestellt. Hier erfordern komplexe hydrogeologische Verhältnisse erhöhte Auflagen zum Grundwasserschutz. Sie stehen aber nicht in Zusammenhang mit Gipskeupervorkommen.
 
Die neue Ampelkarte und weitere Informationen sind auf der Webseite des Landkreises abrufbar.

Ihr Amt für Wasserwirtschaft

Newsletter Ausgabe 18: Termin für Besuch Minister Untersteller steht fest (06.06.2014)

Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger,

der Umweltminister des Landes Baden-Württemberg Franz Untersteller MdL wird gemeinsam mit mir am 4. Juli das Hebungsgebiet in Böblingen besuchen. Es ist ein wichtiges Signal für die Betroffenen, dass sich der Minister ein persönliches Bild von den Schäden vor Ort macht und meiner Einladung gefolgt ist. Die genaue Uhrzeit und der Ablauf werden derzeit zwischen Umweltministerium und Landratsamt abgestimmt. Wir informieren Sie über Details, sobald wir diese kennen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr

Landrat Roland Bernhard

Newsletter Ausgabe 17: Umweltminister kündigt Besuch an (23.05.2014)

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

in der vergangenen Woche habe ich dem baden-württembergischen Umweltminister Franz Untersteller geschrieben. Die Pressemitteilung dazu ist diesem Newsletter angehängt. Es freut mich, dass der Minister meine darin enthaltene Einladung angenommen hat und angekündigt hat in die Hebungsgebiete in Böblingen zu kommen. Derzeit klären wir im Landratsamt mit dem Umweltministerium einen Termin.

Erfreulich ist auch, dass das Umweltministerium unser Vorgehen im Landkreis Böblingen unterstützt und die Linie mit trägt, keine Bohrungen mehr im Gipskeuper zuzulassen. Das bedeutet, das wir nur noch in den grünen Bereichen unserer Ampelkarte, wo Bohrungen ungefährlich sind, neue Erdwärmesonden - unter Auflagen - genehmigen werden.

Das hilft Ihnen vor Ort in Böblingen leider nicht mehr. Umso mehr setze ich auf den Besuch des Ministers. Gemeinsam mit Ihnen will ich ihn davon überzeugen, dass sein Ministerium eine aktive Rolle bei der Lösung der Probleme spielen muss. Dazu gehört aus meiner Sicht die Bereitstellung von finanziellen Mitteln zur Sanierung der Bohrungen und der Einsatz des Ministeriums bei der Versicherung, um schon heute Zusagen gegenüber den Geschädigten zu erreichen - auch wenn noch keine juristisch einwandfreie Verbindung zwischen den Rissen und den Bohrungen hergestellt ist. Mangels fehlender anderer Ursachen kommt aus meiner Sicht und aus der Sicht aller beteiligten Experten nur die Geothermie als Ursache in Frage.
Helfen Sie mir mit, den Minister von unseren gemeinsamen Anliegen zu überzeugen.

Mit freundlichen Grüßen

Landrat Roland Bernhard

Newsletter Ausgabe 16: Expertenrunde bewertet Ergebnisse weiterer Untersuchungen (22.05.2014)

Liebe Leserinnen und Leser,

am vergangenen Montag, den 19.5.2014, hat im Landratsamt eine Expertenrunde zu den Erdhebungen in Böblingen stattgefunden.
 
An dieser Besprechung haben neben Experten von Umweltministerium, Landesamt für Geologie und Bergbau, Regierungspräsidium, dem Landratsamt, den beteiligten Fachbüros auch Vertreter der Bürgerinitiative, Eigentümer, der Stadt Böblingen und der Bohrfirma teilgenommen.

Hebungsgebiet zwischen dem Friedhof und der Eichendorffschule:


Der Fokus der Expertenrunde lag nochmals auf dem südlichen Hebungsgebiet zwischen dem Friedhof und der Eichendorffschule. Nachdem nun auch die Messergebnisse der verbleibenden vier Bohrlöcher an zwei Standorten vorlagen, wurden diese im Rahmen der Besprechung ausgewertet. Insgesamt wurden damit in diesem Bereich nun acht Bohrlöcher an vier Standorten untersucht.
 
In zwei der vier Bohrlöcher konnte mit dem Messgerät für die Dichtemessungen nur bis zu einer Tiefe von 44 Metern vorgedrungen werden. Mit den anderen Messverfahren konnten aber alle vier Bohrlöcher, die je 80 Meter tief sind, mit den Messinstrumenten befahren werden.

Nach den bisherigen Auswertungen gibt es zumindest in zwei der vier Bohrlöcher Anhaltspunkte für Wasservorkommen im Ringraum. Die übereinstimmende Schlussfolgerung der Experten der beteiligten Behörden ist, dass nach jetzigem Stand für zwei Bohrlöcher ein Sanierungsbedarf besteht. Damit müssen voraussichtlich in diesem Hebungsbereich mindestens vier der acht Bohrungen saniert werden.

Wie wir bereits in einem unserer letzten Newsletter (Ausgabe Nr. 14) berichtet haben, fordern die Experten für beide Hebungsbereiche je zwei Erkundungsbohrungen zu planen und diese in unterschiedlichen Tiefen zu Grundwassermessstellen auszubauen, um die Gegebenheiten unter der Erde noch detaillierter zu ermitteln. Diese Maßnahmen sollen jedoch parallel zu Sanierungsvorbereitung und -durchführung ausgeführt werden.
 
Um Klarheit über den Zustand der weiteren zwei Bohrlöcher zu erlangen, sollen die geophysikalichen Messungen nach einer Ruhephase von 6-8 Wochen wiederholt werden. Da der Betrieb einer Erdwärmesonde dem umliegenden Gestein Wärme entzieht, versprechen sich die Experten durch eine längere Ruhephase auch für diese Bohrlöcher aussagekräftigere Messergebnisse. Diese Messungen sollen aber ebenfalls parallel zu den weiteren Maßnahmen ausgeführt werden, um Verzögerungen zu vermeiden.
 
Derzeit laufen bereits Gespräche mit der Bohrfirma, ob und in welchem Umfang diese bereit ist, die notwendigen Maßnahmen zu beauftragen. Sollte dies nicht möglich sein, muss das Landratsamt die Maßnahmen anordnen und dann möglicherweise in Ersatzvornahme selbst die Sanierung beauftragen.

Für das Hebungsgebiet zwischen Eichendorffschule und altem Friedhof müssen nach heutigem Kenntnisstand und in Absprache mit den Experten folgende wesentlichen Maßnahmen für die Sanierung durchgeführt werden:

- Erstellung eines Sanierungskonzepts durch ein erfahrenes Ingenieurbüro/Sachverständige
- Erstellung eines Beweissicherungskonzepts im Vorfeld der Sanierung und Durchführung der Beweissicherung
- Begleitung der kompletten Sanierung durch einen Sachverständigen
- Durchführung der Sanierung

Parallel dazu müssen folgende weitere Maßnahmen erfolgen:
 
- Dauerhafte Außerbetriebnahme der Heizungsanlagen
- Weiterführung der Höhenmessungen, um die weiteren Entwicklungen und Hebungsgeschwindigkeiten zu beobachten und insbesondere, um nach der Sanierung einen möglichen Sanierungserfolg durch verminderte Hebungsraten ablesen zu können
- Durchführung weiterer geophysikalischer Messungen mit einer längeren Abkühlphase in den vier weiteren Bohrlöchern, danach Auswertung.
- Erstellen eines Konzepts für die Niederbringung der Erkundungsbohrungen
- Erstellen eines Beweissicherungskonzepts vor dem Niederbringen der Erkundungsbohrungen und Durchführung der Beweissicherung
- Durchführung der Erkundungsbohrungen nebst Monitoring der Grundwasserstände

Hebungsgebiet zwischen der Altinger- und der Siemensstraße
:

Für das Hebungsgebiet zwischen der Altinger- und der Siemensstraße hat in der Zwischenzeit eine weitere behördeninterne Abstimmung stattgefunden. In dieser wurde beurteilt, welche Maßgaben für das hier anzuwendende Sanierungsverfahren vorgegeben werden müssen. Neben den Messergebnissen der geophysikalischen Messungen waren auch die von der Bohrfirma durchgeführten Zugänglichkeitsmessungen (s. Newsletter Ausgabe 14) Grundlage dafür. Mit einem Bolzen von geringem Durchmesser konnte die Bohrfirma tiefer als bisher in einen der Sondenschläuche vordringen. In die anderen Sondenschläuche konnte nur bis rund 34 Meter vorgedrungen werden. Dieses Ergebnis stellt die Festlegung der Sanierungsmethode vor erhebliche Herausforderungen, da nur ein Sondenschlauch zur Verfügung steht.
 
Sanierungsziel ist es, den Ringraum des Bohrlochs abzudichten und das Abfließen von Grundwasser in darunter liegende Gesteinsschichten zu unterbinden. Bei dem so genannten Gipskeuperquellen wird Anhydrit durch äußeren Zutritt von Wasser in Gips umgewandelt, was mit einer Volumenzunahme einhergeht.
 
Die Experten haben sich darauf verständigt, dass eine Sanierung in Form eines „minimalinvasiven Verfahrens“ erfolgen muss. Bei diesem Verfahren wird der Sondenschlauch ab seiner tiefsten Stelle nach oben hin in geringen Abständen mit einem Hochdruckverfahren perforiert und dann durch den im Rahmen der Perforierung hergestellten Schlitz eine spezielle Zementsuspension in den Ringraum gepresst. Das entsprechende Verfahren wurde erstmals im Schadensfall Staufen eingesetzt. Einen ausführlichen Bericht zu den Maßnahmen finden Sie hier. Auch dazu laufen derzeit die Vorbereitungen an.

Das Amt für Wasserwirtschaft arbeitet mit Hochdruck an den beschrieben Maßnahmen. Bei Fragen können Sie sich weiterhin – auch über Ihre Sprecher – an uns wenden. Kontaktinformationen finden Sie hier.

Ihr Amt für Wasserwirtschaft

Newsletter Ausgabe 15: Keine neuen Erdwärmebohrungen in Böblingen genehmigt (16.05.2014)

Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger,

in den vergangenen Tagen haben uns immer wieder Gerüchte erreicht, das Landratsamt hätte in Böblingen neue Erdwärmebohrungen genehmigt. Ich wende mich heute an Sie, um dem entschieden entgegen zu treten: Es gibt keine Genehmigung für neue Erdwärmesonden in Böblingen, es liegt uns noch nicht einmal ein Antrag darauf vor. Das gilt auch für die Siedlung Rauher Kapf, die sich geologisch deutlich von der Kernstadt Böblingen unterscheidet.

Auch im vergangenen Jahr gab es keine Genehmigungen in dieser Richtung in Böblingen. Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Amt für Wasserwirtschaft sind vielmehr mit Hochdruck damit beschäftigt, alle Alt-Bohrungen in den Hebungsgebieten zu untersuchen und erste Schritte für die Sanierungsplanung einzuleiten. Das hat für mich höchste Priorität, denn leider zeigt sich mehr und mehr, dass die Hebungen in Böblingen mit Staufen zum größten Schadensfall nach Erdwärmebohrungen im Land Baden-Württemberg werden. In der kommenden Woche wird wieder die Expertenrunde tagen und weitere Ergebnisse von untersuchten Bohrungen bewerten. Darüber werden wir Sie wieder zeitnah informieren.

Trotz der Wahlkampfzeiten vor der Kommunalwahl am 25. Mai fordere ich alle, die in diesem Bereich Verantwortung tragen, dazu auf das Thema Hebungen nicht auch noch mit Gerüchten zu belasten. Dazu ist die Lage für die Geschädigten viel zu ernst. Es hilft niemandem Betroffene und Bürger zu verunsichern.

Sollten Sie Fragen haben, dann wenden Sie sich gerne an uns. Viele Informationen gibt es auch unter www.erdhebungen-bb.de. Dort sind auch Ansprechpartner genannt.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr

Landrat Roland Bernhard

Newsletter Ausgabe 14: Erste Ergebnisse südlicher Bereich (22.04.2014)

Liebe Leserinnen und Leser,
 
nach der Untersuchung der Erdwärmesonden an vier Bohrlöchern an zwei Standorten im südlichen Hebungsgebiet zwischen dem Friedhof und der Eichendorffschule in Böblingen haben die Experten am vergangenen Dienstag die Messsergebnisse ausgewertet. An dieser Besprechung haben neben Experten von Umweltministerium, Landesamt für Geologie und Bergbau, dem Landratsamt, den beteiligten Fachbüros auch Vertreter der Bürgerinitiative, Eigentümer und die Bohrfirma teilgenommen.
 
In einem der Bohrlöcher konnte mit dem Messgerät für die Dichtemessungen nur bis zu einer Tiefe von 40 Metern vorgedrungen werden. Mit den anderen Messverfahren konnten aber alle vier Bohrlöcher, die jeweils eine Tiefe von 80 Metern aufweisen, mit den Messinstrumenten befahren werden.
 
Nach den bisherigen Auswertungen scheinen zumindest drei der vier Bohrungen Auffälligkeiten in der Abdichtung des Ringraums aufzuweisen. Ebenfalls liegen in zumindest zwei Bohrlöchern Anhaltspunkte für Wasservorkommen im Ringraum vor. Die übereinstimmende Schlussfolgerung der Experten der beteiligten Behörden bestand darin, dass nach jetzigem Stand für drei Bohrungen ein Sanierungsbedarf bejaht wird.
 
Als förderliches Signal haben alle Beteiligten die Äußerung des rechtlichen Vertreters der Grundstückseigentümer aufgenommen, der für seine Mandanten die grundsätzliche Bereitschaft signalisierte, die Zustimmung zu künftigen Sanierungsmaßnahmen erteilen zu wollen.
 
Die Experten forderten außerdem für beide Hebungsbereiche die Planung und Niederbringung je einer Erkundungsbohrung und einer Grundwassermessstelle um die Gegebenheiten unter der Erde noch detaillierter zu ermitteln. Um das weitere Vorgehen zu beschleunigen, sollen diese Maßnahmen parallel zu den Sanierungen geplant und ausgeführt werden. Nach Auskunft der Experten dürfte die Durchführung einer solchen Erkundungsbohrung nämlich aufgrund der Vielzahl von kleinen Ausführungsschritten mit dazwischen liegenden Abbinde- und Analysezeiten, hohen Sicherheitsmaßnahmen und Besonderheiten des aktuellen Falles jeweils mehr als sechs Monate dauern.
 
Ob die auffälligen Bohrungen für die Hebungen oder die Gebäudeschäden ursächlich sind, ist noch nicht geklärt. Um diese Frage zu beantworten, benötigen wir die Ergebnisse der Erkundungsbohrung und weitere geophysikalische Messungen, für die ebenfalls ein sehr langer Vorlauf erforderlich ist.
 
Aktuell erfolgen auch die Untersuchungen an weiteren je zwei Bohrlöchern auf zwei Grundstücken, ebenfalls im südlichen Hebungsgebiet zwischen dem Friedhof und der Eichendorffschule in Böblingen. Nach erfolgter Aufbereitung dieser Daten wird es auch zu den Ergebnissen für diese Bohrlöcher eine weitere Expertenrunde geben, um zu einer gemeinsamen Einschätzung zu gelangen.

Bolzen für Tiefentest im nördlichen Hebungsgebiet.
Bolzen für Tiefentest im nördlichen Hebungsgebiet.


Im nördlichen Hebungsbereich hat die Bohrfirma in Abstimmung mit dem Amt für Wasserwirtschaft zwischenzeitlich getestet, ob die nur bedingt zugänglichen Sondenschläuche eventuell mit feingliedrigeren Instrumenten bis zur jeweiligen Endtiefe von 125 Meter befahren werden können. Mit einem Bolzen von geringem Durchmesser konnte die Bohrfirma tiefer als bisher in einen der Sondenschläuche vordringen. Bei den anderen Sondenschläuchen war leider nach rund 34 Metern Schluss.
 
Ihr Amt für Wasserwirtschaft im Landratsamt Böblingen

Newsletter Ausgabe 13: Ergebnisse der Feinmessungen (01.04.2014)

Liebe Leserinnen und Leser,
 
aufgrund der eingegangenen Schadensmeldungen in Böblingen hat das Landratsamt Böblingen die Firma Intermetric GmbH aus Stuttgart bereits im April des vergangenen Jahres mit der Durchführung von Präzisionsmessungen beauftragt. Diese Messungen am Boden in den betroffenen Gebieten, konzentrierten sich im nördlichen und südlichen Hebungsgebiet zunächst auf die auffälligsten Bereiche. Dem Landratsamt Böblingen liegen nun die aktuellen Ergebnisse der durchgeführten Feinmessungen vor. Die Messwerte geben ein genaues Bild über die Hebungsraten. 
 
Im Mai 2013 wurde an ausgewählten Objekten eine so genannte Nullmessung durchgeführt, um zu einem späteren Zeitpunkt durch Nachmessungen mögliche Veränderungen feststellen zu können. Die ersten Nachmessungen erfolgten im Juli 2013, weitere Folgemessungen im August und Oktober 2013, sowie zuletzt im Februar 2014.

Im Bild: Ein Messbolzen der beispielsweise an einer Hauswand angebracht wird.

Im Kern des nördlichen Hebungsgebietes wurde seit Messbeginn im Mai 2013 eine Gesamthebung von bis zu sechs Zentimetern gemessen. Die Hebung lag dabei im Monat zwischen drei und maximal sechs Millimetern. In den Randbereichen des Hebungsgebietes waren geringere Hebungsbeträge zu verzeichnen. 
 
Auch im südlichen Gebiet zeichnet sich eine bis dato insgesamt geringere Hebung ab. So liegt hier die maximal nachgewiesene Hebung der letzten zehn Monate bei drei Zentimetern. Die Hebungsrate im Monat beträgt zwischen zwei und drei Millimetern.
 
Die Messergebnisse in beiden Hebungsgebieten zeigen eine insgesamt gute Übereinstimmung mit den Erkenntnissen aus der Luftbildauswertung, die bereits in einem der vergangenen Newsletter vorgestellt wurden. 
 
Auf Grund der fortschreitenden Schadensentwicklung wurde das Messnetz bereits im Laufe der bisherigen Untersuchungen mehrfach mit dem Ziel erweitert, möglichst die gesamte betroffene Fläche erfassen zu können. Aktuell laufen die Vorabstimmungen mit den beteiligten Fachbereichen zur weiteren Ergänzung des vorhandenen Netzes. Rund vierzig Messpunkte wurden in den beiden Gebieten bislang gesetzt.
Sie können als Betroffene die detaillierten Ergebnisse für Ihre Grundstücke beim Amt für Wasserwirtschaft im Landratsamt Böblingen einsehen.
 
Ihr Amt für Wasserwirtschaft im Landratsamt Böblingen

Newsletter Ausgabe 12: Messungen an Bohrlöchern im südlichen Hebungsgebiet (31.03.2014)

Liebe Leserinnen und Leser, 
 
die Messungen an vier Bohrlöchern und zwei Standorten im südlichen Hebungsgebiet sind abgeschlossen. Alle Bohrlöcher konnten befahren werden. Im Verlauf der letzten zwei Wochen fanden mehrere Untersuchungen an den Bohrlöchern statt. Auch die aussagekräftigsten Ruhetemperaturprofilmessungen konnten letzte Woche erfolgreich durchgeführt werden. Dafür muss die Erdwärmesonden-Heizung mindestens zwei Wochen außer Betrieb sein, damit sich die Temperatur in den Sondenschläuchen an die Temperatur des umgebenden Erdreichs anpassen kann. Die gewonnenen Rohdaten werden jetzt aufbereitet. Es ist vorgesehen, diese Mitte April in einer Expertenrunde vorzustellen und auszuwerten. 
 
Aktuell laufen die Vorbereitungen für die Messungen an weiteren vier Bohrlöchern, ebenfalls im südlichen Hebungsgebiet. Nach dem Herstellen der Zugänge müssen die Sonden auch hier rund zwei Wochen von der Betriebstemperatur auf die sogenannte Ruhetemperatur abkühlen. Die Ruhetemperaturmessungen sollen um Ostern stattfinden.

Im Bild: Freigelegter Schacht im Außenbereich zur Sonde.

Im nördlichen Hebungsbereich ist nach Gesprächen mit dem Grundstücksbesitzer und seinem Anwalt der Weg frei für weitere Untersuchung an der schadhaften Sonde. Die Arbeiten sollen möglichst noch vor Ostern fortgesetzt werden. Diese Untersuchungen sind für die weiteren Schritte, also die anschließende Sanierung, notwendig. 
 
Ihr Amt für Wasserwirtschaft im Landratsamt Böblingen

Newsletter Ausgabe 11: Ergebnisse der Laserscanbefliegung (21.03.2014)

Liebe Leserinnen und Leser,
 
inzwischen liegen uns die Ergebnisse einer weiteren Laserscanbefliegung vom 9. Januar 2014 vor. Sie bestätigen für das nördliche Hebungsgebiet im Wesentlichen die bereits vorliegenden Erkenntnisse der Befliegung vom 7. März 2013 und den von uns durchgeführten Messungen am Boden.

Die Auswertung zeigt, dass sich der nördliche Hebungsbereich mit Hebungsbeträgen von 10 Zentimetern und mehr über eine Länge von rund 600 Metern und eine Breite von rund 200 Metern erstreckt. Das Hebungszentrum befindet sich zwischen der Altinger- und der Siemensstraße. Dort gibt es eine erkennbare Maximalhebung von 40 bis 45 Zentimetern seit der Befliegung am 5. Februar 2002, der Referenzmessung für die Berechnungen. Zwischen dem 7. März 2013 und dem 9. Januar 2014 hat sich der Grund in diesem Bereich um 5-8 Zentimeter gehoben.

Auf den nun zum ersten Mal vorliegenden Aufnahmen für den südlichen Hebungsbereich zeigt sich eine Ausweitung des betroffenen Gebiets, das sich mit Hebungsbeträgen von 10 Zentimetern und mehr auf eine Länge von rund 900 Metern und eine Breite von rund 250 Metern erstreckt. Das Hebungszentrum befindet sich im Bereich des Hans-Thoma-Wegs. Dort gibt es eine erkennbare Maximalhebung von 25 bis 30 Zentimetern. Durch die sichelförmige Ausdehnung muss nun ein Gebiet vom Altem Friedhof über Eichendorfschule bis fast zum Ganssee als betroffen eingestuft werden.

Die Ergebnisse werden wir den Sprechern im nächsten gemeinsamen Termin im Detail erläutern.

Ihr Amt für Wasserwirtschaft im Landratsamt Böblingen

Newsletter Ausgabe 10: Zugänglichkeit der Erdwärmesonden getestet (18.03.2014)

Liebe Leserinnen und Leser,
 
nachdem vergangene Woche die Heizungen an zwei der Standorte im südlichen Hebungsgebiet umgestellt wurden und die Bohrungen freigelegt sind, konnte nun die Zugänglichkeit der Bohrlöcher geprüft werden. Demnach sind die vier Bohrlöcher mit den Messgeräten befahrbar und die Messungen können nach der Abkühlphase beginnen.

Im Bild: Eine der Messsonden, die zur Überprüfung der Erdwärmesonden eingesetzt werden.

Um belastbare Messergebnisse zu erzielen, müssen die Erdwärmesonden von der Betriebstemperatur auf die sogenannte Ruhetemperatur abkühlen. Dies dauert rund 14 Tage. In der Woche ab dem 24. März sollen die Messungen dann stattfinden.

Ihr Amt für Wasserwirtschaft im Landratsamt Böblingen

Newsletter Ausgabe 9: Arbeiten zur Untersuchung weiterer Bohrlöcher gestartet (13.03.2014)

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

am Montag konnte wie im aktuellen Zeitplan vorgesehen mit den Arbeiten zur Untersuchung von vier weiteren Bohrlöchern im Hebungsgebiet zwischen Eichendorfschule und Alter Friedhof in Böblingen begonnen werden. An den beiden Standorten (je Standort werden zwei Bohrungen untersucht) wurden die elektrischen Anschlüsse für die Ersatzheizung installiert und die Ersatzheizung angeschlossen (im Bild links zu sehen). Gestern wurden die Bohrungen freigelegt und die Messzugänge hergestellt. Es folgt nun eine Prüfung der Zugänglichkeit der Bohrsonden. Das bedeutet, dass getestet wird, ob die Messinstrumente bis zum tiefsten Punkt der Bohrung vordringen können. Damit liegen die Arbeiten im Zeitplan.

An den beiden Standorten beginnt mit Außerbetriebnahme der Erdwärmesonden die notwendige Ruhephase vor den eigentlichen Messungen (Bild links: freigelegte Sondenköpfe für den Messzugang). Um belastbare Messergebnisse zu erzielen, müssen die Erdwärmesonden von der Betriebstemperatur auf die sogenannte Ruhetemperatur abkühlen. Dies dauert rund 14 Tage. In der Woche ab dem 24. März sollen die Messungen dann stattfinden.

Parallel dazu laufen die Vorbereitungen für die Untersuchungen an zwei weiteren Standorten mit vier Bohrungen. Diese sollen nach derzeitigem Zeitplan ab dem 7. April beginnen. Nach der Untersuchung dieser Bohrungen werden insgesamt zehn Bohrungen untersucht worden sein – zwei im nördlichen Hebungsgebiet und acht im südlichen Gebiet.

Für die Untersuchung von weiteren sieben Bohrungen am Rand der Hebungsgebiete wurden inzwischen Kooperationsvereinbarungen mit zwei der Eigentümer unterzeichnet. Die dritte Kooperationsvereinbarung steht ebenfalls kurz vor dem Abschluss. Auch für die Überprüfung dieser Bohrungen beginnen also nun die Abstimmungen und Vorbereitungen. Der Zeitplan für die Untersuchung dieser Bohrungen wird derzeit in Rücksprache mit den Eigentümern und den beteiligten Firmen erstellt.

Wie immer werden wir Sie über die weiteren Entwicklungen mit diesem Newsletter auf dem Laufenden halten. Zudem planen wir die nächste Gesprächsrunde mit den Sprechern voraussichtlich im April. Nach Abschluss der nun anstehenden insgesamt acht Messungen wird auch wieder die Expertenrunde mit Vertretern der Fachbehörden tagen, um die Ergebnisse zu bewerten.

Ihr Amt für Wasserwirtschaft im Landratsamt Böblingen

Newsletter Ausgabe 8: Angepasster Zeitplan weitere Untersuchungen (01.03.2014)

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

wegen technischer Schwierigkeiten beim Umstellen der Heizungsanlage verzögert sich die Untersuchung der Erdwärmesonden im südlichen Hebungsgebiet in Böblingen um zwei Wochen. Nach dem bisherigen Zeitplan waren die Außerbetriebnahme der ersten zwei Heizungen in dieser Woche vorgesehen. Die Arbeiten beginnen nun ab dem 10. März. Dies wurde auch den Sprechern der Hebungsgebiete bei einem Treffen im Landratsamt erläutert.
 
Ab dem 10. März werden an den beiden ersten Standorten die Heizungen außer Betrieb genommen und eine Ersatzwärmeversorgung eingerichtet. Direkt im Anschluss werden die Erdarbeiten durchgeführt, die Sondenköpfe freigelegt und die Messzugänge hergestellt. Außerdem erfolgt die Messung des Betriebstemperaturprofils. Nach der notwendigen Abkühlphase von rund 14 Tagen sollen dann in der Woche vom 24. März die Untersuchungen an den Bohrlöchern stattfinden. Vorgesehen sind Temperaturmessungen, ein so genanntes Kurz-TRT und Gamma-Gamma-Messungen. Anschließend können die mobilen Ersatzheizgeräte an die nächsten Standorte gebracht werden und dort in der Woche ab dem 7. April eingerichtet werden. Daran schließen sich dann die weiteren Schritte der Erdarbeiten, Freilegen der Sondenköpfe, Herstellung der Messzugänge, Messung des Betriebstemperaturprofils, Abkühlphase, Durchführung der Untersuchungen und Wiederherstellung des Grundstücks und der Heizanlage durch die für das jeweilige Grundstück zuständigen Handwerker an. Parallel dazu laufen die Vorabstimmungen und Koordinationsmaßnahmen um den Weg für die Untersuchung weiterer Sonden zu ebnen.
 
Am Dienstag (25. Februar) waren die Sprecher der nördlichen und südlichen Hebungsgebiete zu einem gemeinsamen Besprechungstermin im Landratsamt eingeladen. Ziel dieses und weiterer Gespräche ist es, die Sprecher detailliert über die weiteren Abläufe und komplexen Abstimmungsprozesse zu informieren. Dies soll neben den Newslettern und Pressemitteilungen noch mehr Transparenz schaffen.
 
Den Sprechern wurden zuerst die Schadensbilder in den beiden Hebungsgebieten aufgezeigt. Eine von zwei bereits überprüften Erdwärmebohrungen im nördlichen Hebungsgebiet (südlich der Stuttgarter Straße) hatte Auffälligkeiten in rund 40 Metern Tiefe in den Temperaturprofil-Messungen gezeigt. Diese Auffälligkeit lässt vermuten, dass es Wasserbewegungen und vertikale Längsläufigkeiten gibt. Welche Möglichkeiten der Sanierung es geben kann wurde in diesem Zusammenhang ebenfalls erklärt. Dies könnte grundsätzlich durch ein minimalinvasives Verfahren, bei dem nicht erneut gebohrt sondern über die vorhandenen Sondenschläuche in der Bohrung verpresst wird, oder durch Überbohren der Sonde erfolgen. Da die Sondenschläuche durch die Hebungen vermutlich bereits leicht verdrückt und daher nur mit sehr schlanken Werkzeugen und Messinstrumenten befahrbar sind, stellt die Sanierungsplanung für die Experten eine besondere Herausforderung dar. Derzeit wird fachlich geprüft und abgestimmt, welche Eckdaten eine Erkundungsbohrung in diesem Gebiet haben müsste.
 
Eine von uns in Auftrag gegebene Befliegung des Hebungsgebietes mittels Laserscantechnik hat bereits Anfang des Jahres stattgefunden. Diese Befliegung soll die terrestrischen Feinvermessungen ergänzen und auch weitere Informationen zur Ausdehnung der Hebungsbereiche liefern. Die Daten befinden sich derzeit in der Auswertung und Ergebnisse sollen im März vorliegen. Sie ergänzen die Faktenbasis, die durch die geodätischen Messungen bereits geschaffen wurde. Das geodätische Messnetz wurde im Übrigen weiter ausgedehnt.
 
Den Sprechern wurde auch die kürzlich vom Landratsamt vorgestellte Ampelkarte für Erdwärmebohrungen im Kreis im Detail erläutert. Sie soll Bürgern eine erste Einschätzung geben, unter welchen Bedingungen in ihrer Stadt oder Gemeinde gebohrt werden darf. Grundsätzlich ist jede Bohrung, egal in welchem Bereich sie liegt, genehmigungspflichtig. Den Sprechern gegenüber wurde verdeutlicht, dass Bohrungen im engeren Stadtgebiet von Böblingen derzeit nicht möglich sind. Zwar liegt Böblingen aufgrund der geologischen Gegebenheiten im gelben Bereich in dem Bohrungen grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. So lange in Böblingen jedoch keine abschließende Klarheit über die Ursachen der aufgetretenen Schäden bestehen, werden keine tieferen Bohrungen zugelassen. Dies betrifft weite Bereiche des Stadtgebietes. Ob in anderen gelben Gebieten außerhalb des Stadtgebiets unter strengen Vorgaben wie Tiefenbegrenzungen oder vorgeschalteter Erkundungsbohrung die Möglichkeit für eine Erdwärmesonde besteht wird einzelfallbezogen geprüft.
 
Der Vorschlag der Sprecher, zu einem gemeinsamen Austausch alle Beteiligten einzuladen, verfolgen wir weiter. Ferner wurde vereinbart, die Besprechungen mit den Sprechern regelmäßig, insbesondere nach den relevanten Meilensteinen, weiterzuführen und Sie auch weiterhin über die Newsletter über die aktuellen Entwicklungen zu informieren.
 
Ihr Amt für Wasserwirtschaft im Landratsamt Böblingen

Newsletter Ausgabe 7: Start der Untersuchungen im südlichen Hebungsgebiet (13.02.2014)

Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger,

nachdem wir Ihnen die ersten Ergebnisse der Untersuchung von zwei Erdwärmebohrungen im Norden von Böblingen im Januar bekannt gegeben haben, steht inzwischen der Fahrplan für die Erkundung von acht weiteren Bohrungen im südlichen Hebungsgebiet. Mit den Arbeiten wollen wir noch im Februar beginnen. Zunächst sollen vier Bohrlöcher an zwei Standorten untersucht werden, unmittelbar danach werden die verbleibenden beiden Standorte mit weiteren vier Geothermie-Sonden untersucht.

Wir gehen Schritt für Schritt weiter und können nun für die verbleibenden acht Bohrungen, die unmittelbar im Fokus stehen, einen detaillierten Zeitplan vorlegen. Ich verstehe Ihre Ungeduld , der Abstimmungsbedarf zwischen den insgesamt rund 15 Beteiligten ist aber enorm. Es handelt sich eben nicht um ein alltägliches Projekt, sondern um Neuland, dass wir hier teilweise betreten. Die Eigentümer der betroffenen Erdwärmesonden sind inzwischen über den Fahrplan informiert worden.

In der Woche ab dem 24. Februar werden nach derzeitiger Planung die Heizungen an den beiden ersten Standorten im südlichen Hebungsgebiet außer Betrieb genommen und eine Ersatzwärmeversorgung eingerichtet. Nach der notwendigen Abkühlungsphase der Heizungen von rund 14 Tagen soll dann in der Woche vom 10. März die Untersuchung an den vier Bohrlöchern stattfinden.

Nachdem die Wärmeversorgung an diesen beiden Standorten wiederhergestellt ist, können die Ersatzheizungen zu den beiden verbleibenden Standorten gebracht werden. Dort sollen sie in der Woche vom 24. März eingerichtet werden. Die Messungen an den dortigen Bohrlöchern können dann voraussichtlich in der Woche ab dem 7. April beginnen. Das ist angesichts der technischen Unwägbarkeiten ein ehrgeiziger Zeitplan, den wir aber einhalten wollen. Das erfordert aber, dass alle Projektbeteiligten an einem Strang ziehen, um Verzögerungen zu vermeiden.

Auf unserer Webseite finden Sie auch noch Informationen über das Thema Grundsteuer von der Stadt Böblingen. Bitte informieren Sie sich sorgfältig über dieses Thema, bevor Sie eine Neubewertung Ihres Eigentums vornehmen lassen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr

Landrat Roland Bernhard

Newsletter Ausgabe 6: Ergebnisse der Untersuchungen im nördlichen Bereich (16.01.2014)

Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger,

nach der Untersuchung von zwei Erdwärmesonden südlich der Stuttgarter Straße in Böblingen haben die Experten am Mittwoch die Messergebnisse ausgewertet. Demnach ist die zweite Bohrung auffällig. Die Experten von Umweltministerium, Regierungspräsidium, Landesamt für Geologie und Bergbau, dem Landratsamt und den beteiligten Fachbüros haben nun weitere Schritte geprüft. Nach den bisherigen Auswertungen scheint die erste Bohrung dagegen eher nicht problematisch zu sein.

Die Erkenntnisse der Messungen helfen uns, weitere Handlungsoptionen zu prüfen. Wir wissen nun, dass wir bei einer Bohrung im nördlichen Hebungsbereich Klärungsbedarf haben. Insbesondere in rund 40 Metern Tiefe gibt es Auffälligkeiten in den Temperaturprofil-Messungen, die vermuten lassen, dass es dort Wasserbewegungen und vertikale Längsläufigkeiten gibt. Die Fachleute sollen nun prüfen, wie die vermutlich schadhafte Zementfüllung in dieser zweiten Bohrung repariert werden kann. Gleichzeitig laufen die Vorbereitungen für die Untersuchung acht weiterer Bohrungen im südlichen Hebungsbereich zwischen altem Friedhof und Eichendorfschule. Diese sollen im Februar stattfinden.

Bei den Messungen in den Sonden hat sich herausgestellt, dass wir nicht mit allen Messinstrumenten bis auf den Grund der Bohrung gelangen konnten. Nur besonders dünne Messinstrumente konnten komplett in die Bohrung abgesenkt werden. Bei den Standardinstrumenten war nach rund 35 Metern Schluss. Die Bohrungen sind aber rund 130 Meter tief. Die schlechte Zugänglichkeit deutet ebenfalls auf Auffälligkeiten hin. Auch erschwert sie die genaue Lokalisierung von eventuell vorhandenen Fehlstellen und eine voraussichtlich notwendige Sanierung, für die es aber ohnehin keine Standardmethoden gibt.
 
Wir müssen mit Bohrexperten nun besprechen, wie wir in dieser Situation sanieren können. Möglicherweise sei auch eine Erkundungsbohrung notwendig, um die Gegebenheiten unter der Erde sehr detailliert zu ermitteln. Denn, so die Expertenrunde, mit Anhydrit ist in diesem Bereich eigentlich erst ab 50 Metern Tiefe zu rechnen. Ob die Auffälligkeiten an der zweiten Bohrung die Ursache für die Hebungen oder die Gebäudeschäden sind, ist deshalb leider noch nicht geklärt. Bohrungen zur Erkundung der geologischen Schichten können je nach Tiefe ein halbes Jahr oder länger dauern, weil sie nur sehr langsam und mit großen Sicherheitsvorkehrungen durchgeführt werden können.

Zudem hat die Expertenrunde beschlossen, das Messnetz zur Messung der Hebungen auszweiten, um ein noch klareres Profil der Hebungsbereiche zu bekommen. Die Befliegung der Hebungsbereiche hat inzwischen stattgefunden. Mit Ergebnissen dazu rechnen wir in rund sechs Wochen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr

Landrat Roland Bernhard

Newsletter Ausgabe 5: Messungen abgeschlossen (14.01.2014)

Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die Messungen an den beiden Erdwärmesonden im Hebungsbereich südlich der Stuttgarter Straße sind abgeschlossen. Die erzeugten Ergebnisdateien werden derzeit vom Fachbüro aufbereitet. Diese Woche werden die Ergebnisse in einer Expertenrunde erörtert, der Fachleute des Landesamtes für Geologie, Rohstoffe und Bergbau, des Umweltministeriums, des Regierungspräsidiums, meines Hauses sowie der beteiligten Fachbüros angehören. Ich hoffe, dass wir danach klarer sehen und Ihnen dann berichten können, ob die untersuchten Erdwärmesonden für die Hebungsprozesse südlich der Stuttgarter Straße verantwortlich sind.

Für den südlichen Hebungsbereich laufen derzeit die Abstimmungsgespräche mit mehreren Heizungsbauern, die für die Installation der Ersatzwärmeversorgungen in Frage kommen. Ich gehe davon aus, dass wir hier im Februar mit den Untersuchungen beginnen können. Einen konkreten Zeitplan werden wir baldmöglichst vorlegen.

Hinsichtlich der Hebungen und Rissmonitore sollen noch im Januar 2014 die nächsten Folgemessungen stattfinden. Ich bitte um Ihr Verständnis, dass wir diese Messungen zukünftig in größeren Intervallen durchführen werden, da sie kosten- und zeitaufwändig sind und nicht mehr der eigentlichen Ursachenerforschung dienen.

Als Landrat ist mir daran gelegen, den Prozess der Ursachenerforschung und –behebung möglichst transparent zu gestalten. Ich befürworte daher eine Teilnahme von Vertretern der Betroffenen an den Expertenrunden. Wir haben dies im Schadensfall Leonberg genauso praktiziert. Ich schlage daher vor, dass Sie analog dem Vorgehen in Leonberg je einen Sprecher für den nördlichen und für den südlichen Hebungsbereich wählen und diesen dann stellvertretend für alle Betroffenen in die Fachbesprechungen entsenden.

Wir werden die zwischenzeitlich etablierte Form der Öffentlichkeitsarbeit selbstverständlich intensiv weiter führen. Allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich auf unserer Website eingetragen haben, senden wir einen Newsletter, sobald es Neuigkeiten gibt. Parallel dazu werden wir über neue Sachverhalte regelmäßig in Form von Pressemitteilungen berichten. Unsere umfangreiche FAQ-Liste, die wir unter „Häufige Fragen“ auch auf unsere Website www.erdhebungen-bb.de genommen haben, überarbeiten wir kontinuierlich, um diese stets aktuell zu halten. Nur bei der Beantwortung von Einzelanfragen sind wir zurückhaltend, denn wir möchten alle Betroffenen gleichbehandeln und gemeinsam zeitnah informieren.

Neu eingerichtet haben wir außerdem ein Formular zur Meldung von Schäden auf der Webseite. Wenn Sie es nicht schon getan haben, können Sie uns darüber Ihre Schäden mitteilen. Wir sammeln diese und können dadurch die Schadenslage besser beurteilen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr

Landrat Roland Bernhard

Newsletter Ausgabe 4: Erste Messungen angelaufen (23.12.2013)

Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger,

in den vergangenen Tagen wurden bereits erste Messungen an den Erdwärmesonden südlich der Stuttgarter Straße durchgeführt. Noch ist es zu früh, um daraus erste Ergebnisse ableiten zu können, zumal die Messungen noch andauern.

Anders als vom beauftragten Messbüro zunächst angenommen, können die Messungen nicht an einem einzigen Tag stattfinden, sondern werden sich auch noch über die Feiertage hinziehen. Das liegt daran, dass sich die Temperatur um die Erdwärmesonde, die zunächst von der Betriebstemperatur der Sonde beeinflusst war, langsamer als erwartet an die Temperatur des umgebenden Gesteins angleicht. 

Anfang kommenden Jahres werden die Messungen aber abgeschlossen. Die Ergebnisse werden dann Mitte Januar von einer Expertenrunde mit Vertretern des Umweltministeriums, des Landesamtes für Geologie und Bergbau, des Regierungspräsidiums Stuttgart und uns bewertet und danach bekannt gegeben.

Die Vorbereitungen für die Untersuchung der Erdwärmesonden zwischen Eichendorfschule und neuer Friedhof laufen, so dass auch hier bald mit den Messungen begonnen werden kann.

Seien Sie versichert, dass wir bemüht sind, Ihnen schnell neue Erkenntnisse auf den Tisch zu legen. Mit diesem Newsletter haben wir Sie in den letzten Wochen zeitnah über aktuelle Entwicklungen informiert. Das wollen wir im kommenden Jahr weiter tun.

Das Jahr 2013 war ein schwieriges Jahr für Sie. Wer von Rissen und Schäden am eigenen Haus betroffen ist, verlangt zu Recht nach Aufklärung und Unterstützung. Wir haben in diesem Jahr intensiv damit begonnen die Ursachen zu ermitteln. Diese Ursachenforschung wird im kommenden Jahr weiter gehen. Dabei soll es aber nicht bleiben: Unser Anliegen ist es, in 2014 auch in die Sanierung der möglichen Schäden an Erdwärmesonden einzusteigen.

Trotz der schwierigen Umstände wünsche ich Ihnen und Ihren Familien schöne Weihnachtstage.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr

Landrat Roland Bernhard

Newsletter Ausgabe 3: Messungen beginnen kommende Woche (11.12.2013)

Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger,

am Montag wurde die Heizung des ersten Eigentümers umgestellt, bei dem die Erdwärmebohrung untersucht werden soll. Nachdem nun die Vorbereitungen für die Messungen vor Ort abgeschlossen werden konnten, können wir auch den weiteren Ablauf der Untersuchung südlich der Stuttgarter Straße genau bestimmen.

Damit die Messungen, die nun anstehen, auch aussagekräftig sind, müssen die Erdwärmesonden von der Betriebstemperatur abkühlen. Dazu müssen sie rund zehn Tage außer Betrieb sein. Deshalb können wir nicht vor dem 20. Dezember messen. Zur Vorbereitung der Messungen wurden auch die Sondenköpfe, also das Bohrloch, freigelegt. Für die Umstellung der Heizung mussten zusätzliche Heizpatronen installiert werden.

Das von uns beauftragte Ingenieur-Büro Voutta prüft derzeit, ob die Sonden bis zur gebohrten Tiefe von rund 130 Metern zugänglich sind. Wenn das der Fall ist, können wir noch vor Weihnachten messen und belastbare Ergebnisse bekommen. Diese werden voraussichtlich im Januar vorliegen und mit Experten des Umweltministeriums und des Landesamtes für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) besprochen. Eine Überprüfung der Sonden wird allerdings sehr viel schwerer, wenn sich herausstellen sollte, dass die Messgeräte nicht bis in die gebohrte Tiefe vordringen können.

Für die anderen Standorte von Erdwärmebohrungen im Bereich zwischen der Eichendorfschule und dem alten Friedhof laufen bereits die Vorbereitungen. Noch in diesem Jahr wird mit den Eigentümern dort die Heizungsplanung besprochen und Anfang Januar mit der Umsetzung begonnen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr
Landrat Roland Bernhard

Newsletter Ausgabe 2: Ablauf Untersuchung der Erdwärmesonden (29.11.2013)

Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger,

wie bereits angekündigt werden diese Woche die Vorbereitungen für die Untersuchungen der Erdwärmesonden abgeschlossen und die Arbeiten beginnen. Wir starten mit der Bohrung, die südlich der Stuttgarter Straße als Ursache für die Hebungen in Frage kommt. Zunächst muss nun die Wärmeversorgung von Erdwärme auf eine Ersatzwärmequelle umgestellt werden. Für jede Bohrung und das zugehörige Wohnhaus wird dafür ein individuelles Heizkonzept umgesetzt mit dem die Wärmequelle von Erdwärme auf eine temporär andere Quelle umgestellt wird.

Dann können die baulichen Vorbereitungen getroffen werden bevor die eigentliche Untersuchung stattfinden kann. Dazu werden mit einem Kleinbagger die Bohrlöcher freigelegt, und die Erdwärmesonden auf die Messuntersuchungen vorbereitet. Nach einer notwendigen Ruhephase vor der Untersuchung können die Messungen beginnen. Dies wird dann voraussichtlich in der Kalenderwoche 50 sein. Parallel beginnen auch die Vorbereitungen zu den Untersuchungen der Bohrungen zwischen Eichendorfschule und Alter Friedhof.

Die Ergebnisse werden mit dem Geologischen Landesamt und der hierfür einberufenen Expertengruppe intensiv geprüft und ausgewertet. Sobald wir zu den Untersuchungen erste Ergebnisse vorlegen können, informieren wir Sie wieder.

In diesem Newsletter finden Sie außerdem Informationen zur Untersuchungsmethode, die bei den Erdwärmesonden zum Einsatz kommen wird. Zudem neue Informationen zu den von der Stadt Böblingen zur Verfügung gestellten Darlehen, die ab 2. Dezember beantragt werden können.
Wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich gerne an unsere neu eingerichtete Hotline des Amtes für Wasserwirtschaft zu den Hebungen unter 07031/663-2555.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr
Landrat Roland Bernhard 
 
Untersuchung von Erdwärmesonden

Erdwärme wird häufig als Energiequelle für Eigenheime genutzt. Dazu wird vor Ort in bis zu rund 100 Meter Tiefe gebohrt. In die Bohrlöcher werden dann Kunststoff-Schläuche mit rund 25 Millimeter Durchmesser eingebracht, die sogenannten Erdwärmesonden. Über diese wird die Erdwärme gewonnen und für die Nutzung aufbereitet. Es verbleibt zwischen den Sonden und der Bohrlochwand ein Hohlraum (Ringraum), der meist mit einer Zementmischung verpresst wird. Dieser Ringraum muss geschlossen werden, um zu vermeiden, dass Wasser frei fließen kann und so zu Schäden führt.

Bei den Schadensfällen im Nordosten von Böblingen wird das Landratsamt Bohrungen untersuchen, um zu ermitteln, ob es so genannte Fehlstellen in der Abdichtung (Zementation) gibt und ob in entsprechenden Hohlräumen eventuell Wasser fließt. Dazu wird ein Spezialunternehmen Messungen durchführen. Messinstrumente werden dazu in die Sonden eingefahren. Es gibt drei Messverfahren, die zur Anwendung kommen sollen: 

  1. Die Ruhetemperatur-Messung: Dabei wird ein Ruhetemperaturprofil erstellt. Bei einer intakten Erdwärmesonde wird erwartet, dass die Temperatur kontinuierlich über die Tiefe zunimmt. Sprünge im Ruhe-Temperaturprofil weisen auf Unstimmigkeiten in der Zementation der Hinterfüllung hin.
  2. Die Kurz-Thermal-Response-Test-Temperaturprofilmessung (K-TRT): Bei dieser Methode zirkuliert in einem der meist zwei U-förmigen Sondenrohre pro Bohrung rund 30 Grad warmes Wasser. Im zweiten Rohr wird das Messinstrument herabgelassen. Es misst die unterschiedlichen Temperaturen, die durch das warme Wasser an die Umgebung abgegeben werden. Bei einer vollständigen Auffüllung mit Zement nimmt die Temperatur gleichmäßig zu und wieder ab. Insbesondere bei Wasservorkommen im Ringraum zeigen sich bei der Messung deutliche Unterschiede, da Wasser sich anders als Zement erwärmt.
  3. Die Dichte-Anomalie-Messung: Das dafür eingesetzte Messinstrument sendet Gammastrahlen aus. Gemessen wird wie die Gammastrahlen vom umliegenden Material reflektiert werden. Daraus können die Experten dann Rückschlüsse auf die Dichte des Materials ziehen.

Aus den Ergebnissen lässt sich dann nicht nur ablesen, ob es Hohlräume im Ringraum gibt und sich in diesen Wasser befindet. Es wird auch erkennbar, in welcher Tiefe sich die Schäden befinden. Diese Informationen sind für eine Sanierung unerlässlich. Zur Vorbereitung einer Sanierung werden die Untersuchungen oft auch wiederholt und intensiviert, um eine breite Datengrundlage zu erhalten.
 
Informationen zu zinslosen Darlehen über die Stadt Böblingen

Der Gemeinderat der Stadt Böblingen hat im Oktober beschlossen, mit einer finanziellen Hilfe geschädigte Objekteigentümer im Zuge von Erdhebungen im Norden und Nordosten Böblingens zu unterstützen. Diese kann ab Montag, den 2. Dezember 2013 unbürokratisch und kostenminimiert von den Berechtigten in Anspruch genommen werden.

Diese finanzielle Unterstützung wurde durch die Stadt Böblingen für ihre Bürger/-innen in die Wege geleitet, obwohl sie kein Verursacher der Schäden ist. Die Stadt übernimmt die bei der Umsetzung des Sofortprogramms entstehenden Kosten zur Entlastung der Betroffenen. Hauseigentümer, deren Gebäude in den bekannten Hebungsgebieten südlich der Stuttgarter Straße und im Gebiet zwischen dem Alten Friedhof und der Eichendorff-Schule durch die Auswirkungen von Geothermiebohrungen geschädigt sind, können ein zinsloses Darlehen in Höhe von maximal 5.000 Euro und für die Dauer von maximal drei Jahren als Soforthilfe in Anspruch nehmen.

Newsletter Ausgabe 1: Vereinbarung mit Grundstückseigentümern (19.11.2013)

Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger,

heute konnten wir die Vereinbarung zwischen dem Landkreis Böblingen und den Grundstückseigentümern der Erdwärmesonden unterzeichnen, welche die Untersuchungen ermöglichen, die wir dringend durchführen wollen. Eine ähnliche Vereinbarung mit dem betroffenen Bohrunternehmen hatte das Landratsamt bereits im Oktober geschlossen.

Erste Untersuchungen der Bohrungen können damit wie geplant noch im November beginnen. Der genaue Starttermin wird jetzt zeitnah festgelegt. In einem ersten Schritt werden wir zehn Bohrungen untersuchen, die im Kernbereich der Hebungen liegen. Beginnen werden wir mit zwei Bohrungen, die südlich der Stuttgarter Straße liegen und rund 130 Meter tief in die Erde reichen. Im Hintergrund haben wir zusammen mit der Bohrfirma, dem Messbüro und weiteren Beteiligten bereits die technischen Voraussetzungen geklärt und vorbereitet, so dass nun zügig begonnen werden kann.

Wir haben einen wichtigen Schritt vorwärts gemacht und ich bin sehr froh, dass wir dank der unterzeichneten Vereinbarung auf den Versand von Duldungsverfügungen gegenüber den Eigentümern verzichten konnten. Mögliche Widerspruchs- und Gerichtsverfahren hätten uns noch mehr Zeit gekostet.

Erste Ergebnisse können jetzt bereits vor Ende des Jahres vorliegen, auf deren Basis wir das weitere Vorgehen abstimmen können. Die Bereitschaft der Grundstückseigentümer ist vor allem für die angrenzende Nachbarschaft und alle Betroffenen, die täglich auf nächste Schritte hoffen, ein wichtiges Signal. Der Landkreis sichert den Grundstückseigentümern für die Dauer der Untersuchungen eine individuelle Regelung zur Warmwasser- und Wärmeversorgung in den einzelnen Wohngebäuden zu.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr

Landrat Roland Bernhard